Sonnenkraft

So wird die größte Solaranlage der Welt gebaut

Strom in Australien produzieren und dann durch den Ozean an seinen Zielort leiten – das ist knapp zusammengefasst das gigantische Projekt des Unternehmens Sun Cable. Was im Detail steckt, lesen Sie hier.

Sun Cable Erneuerbare Energie Photovoltaik

Wenn man von den weltgrößten Solaranlagen spricht, darf man auch nicht jene vergessen, die es noch gar nicht gibt – sind die Investitionen und Vorhaben doch Zeugen davon, wie Erneuerbare Energien in den vergangenen Jahren an Zustimmung gewonnen haben.

Die größte Solaranlage der Welt wird derzeit von der singapurischen Unternehmen Sun Cable in Australien geplant. Die Konstruktion wird das Herzstück des Australia–ASEAN Power Link – oder Australia-Singapore Power Link – sein. Das riesige entstehende Elektrizitätsinfrastrukturprojekt soll auch die größte Batterie und das längste U-Boot-Stromkabel der Welt beinhalten.

https://youtu.be/s9XEesGuZB0

White Paper zum Thema

Der Standort für die Solaranlage wurde erst vor kurzem veröffentlicht – im Northern Territory, bei einer abgelegenen Rinderfarm, werden die Bauarbeiten vermutlich Mitte 2023 beginnen. Kosten wird das Unterfangen 20 Milliarden Australische Dollar, umgerechnet gut zwölf Milliarden Euro.

„Unglaubliche Technologie“

Mittels Photovoltaik von einer Fläche von 12.000 Hektar werden zehn Gigawatt Strom produziert werden. Doch nur ein kleiner Teil davon bleibt auch in Down Under.

Zunächst wird die „Ernte“ 750 Kilometer weit transportiert und in der geplanten Mega-Batterie an der australischen Nordküste gespeichert. Von dort geht dann der Großteil über das riesige Unterseekabel 3.700 Kilometer weit nach Singapur.

Erntefrisch

An seinem Zielort soll es den Elektrizitätsbedarf einer Million Menschen – einem Fünftel der Bevölkerung Singapurs – decken. Für die weitere Zukunft ist auch geplant, Teile Indonesiens zu versorgen. „Die Technologie ist außergewöhnlich und sie wird den Energiefluss zwischen den Ländern verändern“, sagte David Griffin, CEO von Sun Cable, bereits 2019 zur Zeitung The Guardian.

2026 soll die Anlage in Betrieb genommen werden, der erste Energietransport könnte dann 2027 stattfinden.