Budgetmittel für Kesseltausch bald aufgebraucht : Letzte Chance für Förderungen im heurigen Jahr (2026)

Blick in einen Gas-Brenner, Budget-Ticker der Sanierungsoffensive Webseite am 24.06.2026 mit aktuellem Förderstand zum Kesseltausch

Per Stand 24.06.2026 listet der Budget-Ticker der Sanierungsoffensive noch rund 16 Mio. Euro für den Kesseltausch auf (die Förderungsaktion für „thermische Sanierung“ wurde im Februar 2026 für heuer beendet). 

- © HLK/ sanierungsoffensive.gv.at

Noch bis zum 31. Dezember 2026 können Förderanträge zum Kesseltausch gestellt werden; die Mittel werden jedoch nach dem Prinzip „solange der Vorrat reicht“ vergeben. Per Stand 24.06.2026 listet der Budget-Ticker der Sanierungsoffensive nur noch rund 16 Mio. Euro auf  Experten rechnen damit, dass der Fördertopf innerhalb weniger Wochen vollständig ausgeschöpft sein wird. Wer also 2026 noch Geld vom Staat haben möchte, sollte sich beeilen.
Die Erfahrung zeigt, dass attraktive Förderprogramme rasch ausgereizt werden. Das Vorgängerprogramm „Raus aus Öl und Gas“ wurde damals vollständig aufgebraucht, bevor viele Haushalte überhaupt reagiert hatten“, betont Martin Kloboucnik, Co-CEO von Wolf Klima- und Heiztechnik. „Auch aktuell reißt die Nachfrage nicht ab. Wer bei Sanierungsentscheidungen zu lange wartet, riskiert höhere Kosten und den Verlust verfügbarer Förderungen“. 
Kürzlich erläuterte Kloboucnik bei der HLK auch, wie man anhand von fünf Parameter eruieren kann, ob das eigene Gebäude für eine Wärmepumpe fit ist. 

Wer Anspruch auf Förderung hat

Zwar stand mit der Sanierungsoffensive 2026 seitens des Bundes ein Jahresbudget von 360 Mio. Euro zur Verfügung, aber Anfang Februar 2026 wurde der Sanierungsbonus eingestellt (für die thermisch-energetischen Sanierung). Seither können neue Förderanträge nur noch für den Kesseltausch gestellt werden. 
Gefördert wird der Tausch einer fossilen Heizungsanlage durch einen Anschluss an Nah-/Fernwärme, eine Holzzentralheizung oder Wärmepumpe.
Besonders wichtig: Die Registrierung muss VOR der Beauftragung eines Fachbetriebs erfolgen. Wer bereits einen Auftrag erteilt hat, verliert den Förderanspruch. Zudem sind ein Energieberatungsprotokoll sowie die Durchführung der Arbeiten durch einen (zertifizierten) Fachbetrieb Voraussetzung für die Förderung. Die Unterstützung (2026) beträgt bis zu 30 % der förderfähigen Investitionskosten und kann mit Landesförderungen kombiniert werden. Für 2027 wurde (in der Budgetrede des Finanzministers) mitgeteilt, dass die förderfähigen Kosten auf 20 % gesenkt werden sollen. 

Sanierungsbedarf bleibt hoch

Der Handlungsbedarf zeigt sich auch im Gesamtbild: Laut Umweltbundesamt liegt die jährliche Sanierungsrate in Österreich momentan bei rund 0,9 %. Für die Erreichung der Klima- und Energieziele wäre jedoch eine Steigerung auf etwa 2,5 bis 3 % notwendig. Wer jetzt investiert, sichert sich nicht nur die Chance auf Fördermittel, sondern verbessert langfristig auch die Energieeffizienz und den Wert der eigenen Immobilie.

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