Konzern investiert in europäische Produktion und F & E : Erweiterte Wärmepumpenfabrik von Panasonic in Pilsen/ Cz eröffnet

Mitarbeitende der neuen Wärmepumpenfabrik von Panasonic in Pilsen vor dem Gebäude

Mitarbeitende vor der modernisierten und erweiterten Wärmepumpenfabrik von Panasonic in Pilsen/ Tschechien, die nun feierlich eröffnet wurde.

- © Panasonic

Mit der von 320 Mio.Euro-Investition wuchs der Panasonic Standort im tschechischen Pilsen um 250 % auf 140.000 m² an - bis 2030 sollen hier bis zu 1,4 Mio. Wärmepumpen-Innen- und Außeneinheiten pro Jahr für den europäischen Markt gefertigt werden. Die Investition dient aber nicht nur der Produktion, sondern auch der Forschung & Entwicklung in Europa, womit Panasonic seine Strategie „Green Impact“ konkretisiert: kürzere Lieferketten, geringerer CO₂-Fußabdruck und Stärkung der europäischen Energiewende.
Die Produktionsstätte ist eine „CO2 Netto-Null-Fabrik“, denn der Standort wird mit einer Kombination aus grüner Energie aus der eigenen 1-MW-Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Fabrik, der Nutzung von Abwärme von Ventilatoren und Kompressoren sowie durch den Zukauf von Ökostrom und Wärmeenergie betrieben.

Wärmepumpen-Nachfrage in Europa bedienen

Zur Eröffnung betonte Tschechiens Premier Petr Fiala die Bedeutung des Projekts für die Wettbewerbsfähigkeit der tschechischen Industrie und neue qualifizierte Arbeitsplätze. Tetsumasa Mizuta, Geschäftsführer von Panasonic HVAC CZ,. bestärkt die Verbundenheit in der Region, da Panasonic als erstes japanisches Unternehmen in die Tschechische Republik expandierte. Paul Kenny, Generaldirektor der European Heat Pump Association, kommentiert: „Die Wärmepumpenbranche stärkt die Energiesicherheit Europas, unsere Wirtschaft und unseren Weg zur Dekarbonisierung, indem sie Importe fossiler Brennstoffe ersetzt durch eine saubere, lokal hergestellte und lokal betriebene Energielösung.“
Panasonic reagiert mit der neuen Giga-Fabrik, die von 2024 auf 2025 ihre Produktionsleistung mehr als verdoppelt hat und im Vorjahr auch eine weitere Produktionslinie für die Big Aquarea M-Wärmepumpen-Serie startete, auf den boomenden Markt: Im Jahr 2024 wurde der europäische Wärmepumpenmarkt auf 12,2 Mrd. Euro geschätzt und soll bis 2034 über 71 Mrd. Euro erreichen (Global Market Insights). „Unsere Investition in das Werk in Pilsen zeigt sowohl unser Vertrauen in das Wachstum des Marktes als auch unsere Fähigkeit, die zukünftige Nachfrage zu antizipieren und bedienen zu können“, so Toshikatsu Fukunaga, CEO von Panasonic Heating, Ventilation, Airconditioning (HVAC) Europe.

Stark automatisiert

Um die maximale Produktionskapazität schneller zu erreichen, hat das Werk in Pilsen stark in Robotik, Automatisierung und KI-Technologien investiert. Bereits 80 Roboter sowie fahrerlose Transportsysteme sind im Einsatz, langfristig strebt Panasonic 100 % automatisierte Komponentenfertigung an.
Aber auch die Region Pilsen in Tschechien profitiert von neuen Arbeitsplätzen mit hoher Wertschöpfung; außerdem werden dadurch lokale Talente gehalten. Die langjährige Zusammenarbeit von Panasonic mit Hochschulen – insbesondere der westböhmischen Universität Pilsen – trägt zur Förderung der naturwissenschaftlichen und technischen Ausbildung in der Region bei und bietet Studierenden praktische Ausbildungsmöglichkeiten.

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Mitarbeiter bei der Endmontage einer Aquarea Wärmepumpen-Außeneinheit
Mit der Wärmepumpen-Giga-Fabrik in Pilsen/ Cz investiert der japanische Panasonic-Konzern kräftig in Europa und setzt damit auch Vertrauen in das Wachstum des Marktes. - © Panasonic

Forschung und Entwicklung mit Partnern

Darüber hinaus wird in Zusammenarbeit mit der Universität in Pilsen ein hochmodernes Forschungs- und Entwicklungszentrum mit Schwerpunkt auf zukünftigen Wärmepumpenentwicklungen in Pilsen am Standort eingerichtet. Als weiterer wichtiger Partner beim Aufbau dieser Einrichtungen hat die Technische Universität Ostrava eines der Forschungslabore vollständig entworfen und wird es auch bauen. Bis 2028 wird das Forschungs- und Entwicklungsteam in Pilsen in Abstimmung mit der Produktplanungsabteilung in Japan in der Lage sein, den gesamten Entwicklungszyklus von Wärmepumpen zu managen. Damit wird die vollständige Entwicklung von Luft-/Wasser-Wärmepumpen am Standort Pilsen von Planung bis zum fertigen Endprodukt sichergestellt. „Durch die Zusammenlegung von Forschung, Entwicklung und Produktion an einem Standort können wir sicherstellen, dass das Werk schnell und flexibel auf die sich wandelnden Anforderungen dieses wichtigen Marktes reagieren kann. Darüber hinaus werden wir auch Kosten durch kürzere Wege in der Logistik einsparen“, erklärte Radek Vach, Business Planning Director.
Mit der Produktionsstätte in Pilsen betreibt Panasonic nun die zweite europäische Netto-Null-Fabrik (nach Cardiff) und die 46. weltweit. Im Rahmen seiner Panasonic „Green Impact-Geschäftsstrategie“ hat sich das Unternehmen das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 als Konzern weltweit in den eigenen Geschäftsbereichen und bis 2050 in der gesamten Wertschöpfungskette Netto-Null zu erreichen.