52 Mio. Euro für Zukunftstechnologien in Hallein/Sbg. : Neue Methanol-Infrastruktur von Bosch in Betrieb
Blick ins Herzstück der neuen Methanol-Infrastruktur am Halleiner Bosch-Standort.
- © Robert Bosch AG/APA-Fotoservice/Franz NeumayrDer Standort Hallein ist innerhalb der Bosch-Gruppe das weltweite Kompetenzzentrum für Großmotoreneinspritzsysteme. Die hier entwickelten Common-Rail-Systeme ermöglichen den Einsatz alternativer Brennstoffe wie Methanol, Wasserstoff oder Ammoniak in großen Anwendungen wie z. B. in der Schifffahrt, im Schienenverkehr oder in stationären Energieanlagen.
„Hallein steht seit Jahrzehnten für technologisches Know-how und industrielle Kompetenz. Die neue Methanol-Infrastruktur und die damit verbundenen Ausbauvorhaben sind ein klares Bekenntnis zum Standort Hallein. Sie stärken unsere technologische Kompetenz und schaffen langfristige Perspektiven für unsere Belegschaft“, sagte Amandeep Singh, kaufmännischer Leiter des Bosch-Werks Hallein, anlässlich der am 15. Juli 2026 erfolgten, feierlichen Inbetriebnahme der Methanol-Infrastruktur.
Mit ihr schafft das Unternehmen die Voraussetzungen, um Einspritzsysteme für alternative Kraftstoffe weiterzuentwickeln und zu testen. Insgesamt wendet Bosch 52 Mio. Euro für den Ausbau von Entwicklung und Fertigung moderner Technologien am Standort Hallein auf.
Technologien weiterentwickeln
Die neue Infrastruktur bildet einen wichtigen Baustein für die Entwicklung zukunftsfähiger Antriebslösungen im Großmotorenbereich. Für die Dekarbonisierung des Schwerlastbereichs braucht es technologische Vielfalt – insbesondere dort, wo Elektrifizierung an ihre Grenzen stößt und CO₂-neutrale Kraft-/Brennstoffe künftig eine wichtige Rolle spielen. „Mit der neuen Methanol-Infrastruktur schaffen wir die Voraussetzungen, diese Technologien weiterzuentwickeln und für den Einsatz bei unseren Kunden zur Serienreife zu bringen. Damit Innovationen wie diese auch künftig in Österreich erfolgreich umgesetzt werden können, braucht es wettbewerbsfähige und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen“, erklärte Stefan Schenk, Leiter des weltweiten Bosch-Geschäfts für Großmotoreneinspritzsysteme.
Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edtstadler betonte die Bedeutung des Projekts für den Wirtschaftsstandort: „Bosch zeigt in Hallein eindrucksvoll, wie industrielle Transformation und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können. Die nun in Betrieb genommene Methanol-Infrastruktur stärkt Salzburg als Industriestandort, sichert hochwertige Arbeitsplätze und unterstreicht die Innovationskraft unserer Unternehmen.“
Bei der feierlichen Inbetriebnahme informierten sich Vertreter (m/w) aus Politik und Wirtschaft über die neuen Entwicklungsmöglichkeiten für alternative Brennstoffe.
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