Beim Bau einer neuen Filiale in Ibach, Kanton Schwyz, nutzte der Schweizer Lebensmittel-Konzern Migros die Gelegenheit für eine neue Technologie: Ein Ejektor hält rund 170 Laufmeter Kühl- und Tiefkühlmöbel sowie 280 Quadratmeter Kühl- und Tiefkühlräume auf einer konstanten Temperatur.
Beim Ejektor wird das CO2 durch die Lamellen eines Verdampfers geleitet. Dort verdampft es und entzieht der Umgebung damit Wärme, wodurch eine Kühlwirkung eintritt. Nach Abgabe der Kälte fließt das Kühlmittel zurück in die zentrale Kälteanlage, wo es für den nächsten Kühlzyklus vorbereitet wird.
Der große Vorteil an dieser Kühlmethode ist der geringe Stromverbrauch: Bisher musste die Kühlflüssigkeit eine Temperatur von minus acht Grad haben, damit Kühlregale auf die Wunschtemperatur von null bis sieben Grad gebracht werden konnten. Mit dem Ejektor reicht aber eine Temperatur der Kühlflüssigkeit von minus zwei Grad, um die Wunschtemperatur zu erreichen. Diese sechs Grad Temperaturunterschied wirken sich enorm auf den Verbrauch aus: Die Migros-Filiale in Ibach senkte ihren Stromverbrauch für die Kälteerzeugung um 23 Prozent.
Mittlerweile hat sich die Technologie in dem Schweizer Lebensmittel-Konzern durchgesetzt: „Heute werden Ejektoren beim Um- und Neubau von Migros-Filialen standardmäßig in die Planung der Kühltechnik einbezogen und dort, wo sie wirtschaftlich sind, angeschafft“, sagt Daniel Duss, Leiter Bau und Technik bei Migros.
Zusätzlich spart das Unternehmen aber auch mit kleinen Maßnahmen wertvolle Energie: Konnten Kunden noch vor kurzem die Kühlprodukte direkt aus dem Regal nehmen, müssen nun erst die Schiebetüren geöffnet werden, um an Joghurt und Käse zu kommen. So wird vermieden, dass die Kälte verpufft und ungenutzt bleibt.
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