Auch die Ressource Erdgas ist endlich und soll in rund 200 Jahren ausgeschöpft sein. Erdgas hat aber einen entscheidenden Vorteil: Es ist am günstigsten. Werden die Vollkosten, also Brennstoff-, Investitions- sowie Wartungs- und Instandhaltungskosten, betrachtet, ist das Heizen mit Erdgas-Brennwertsystemen am günstigsten. Das zeigt das Brennstoff-Ranking der Österreichischen Energieagentur AEA. Gründe dafür sind die geringen Investitions- und Instandhaltungskosten sowie ein hoher Systemnutzungsgrad. Die jährlichen Vollkosten liegen im Neubau bei rund 2.900 Euro, im sanierten Gebäude bei rund 3.000 Euro und im unsanierten Gebäude bei über 4.500 Euro. Die Installation von Gasbrennern ist sehr günstig und die Geräte sind zudem kompakt und damit platzsparend.
Preisschwankungen des Erdgases sind aber, wie auch beim Heizöl, nicht auszuschließen. Da das Gas nicht unendlich verfügbar ist, muss mit steigenden Kosten gerechnet werden. Außerdem besteht die Gefahr von Gasaustritt, was ein hohes Risiko für die Bewohner bedeutet. Heizen mit Erdgas ist weder zukunftsorientiert, noch klimafreundlich: Das Treibhauspotenzial liegt zwar leicht unter jenem von Heizöl und Kohle, ragt aber deutlich über das CO2-Äquivalent von erneuerbaren Energieträgern hinaus.