Die rund 15,7 Millionen Einfamilienhäuser in Deutschland sind ein großes Ressourcenlager. Denn in ihnen sind rund 3,3 Milliarden Tonnen Mineralien, Metalle, Holz, Kunststoffe und andere Materialien verbaut. Dies ist ein Ergebnis des Forschungsprojektes der FH Münster.
„Die in der Zusammenarbeit mit den Kollegen aus unterschiedlichen Fachrichtungen gewonnenen Erkenntnisse lassen das Einfamilienhaus als vielfach glorifizierte Wohnform in einem völlig anderen Licht erscheinen“, sagte Sabine Flamme, Leiterin der Arbeitsgruppe Ressourcen am Institut für Infrastruktur, Wasser, Ressourcen und Umwelt IWARU in Münster. Gleichzeitig seien die Ergebnisse eine wichtige Basis für weitere Vorhaben im Hinblick auf die Nutzung der in Gebäuden und Infrastruktur eingelagerten Ressourcen, so die Wissenschaftlerin vom Fachbereich Bauingenieurwesen. Denn für die Herstellung der verbauten Materialien in einem Haus werde genauso viel Energie benötigt, wie für den Heizbedarf eines Vier-Personen-Haushaltes in 20 Jahren. Demnach verbraucht jeder Bewohner eines Einfamilienhauses für seinen Wohnraum rund 60 Prozent mehr Material als der durchschnittliche Bundesbürger.
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