Umweltfreundlich und sicher

Diese Brennstoffzelle basiert auf Ameisensäure

© EPFL

Die Schweizer Wissenschaftler der Ecole polytechnique fédérale de Lausanne EPFL und der Umwelt-Experte GRT haben eine Brennstoffzelle entwickelt, die ihren Wasserstoff aus dem Speicherstoff Methansäure, oder auch Ameisensäure gewinnt. Integriert in einem Stromversorgungsgerät kann die Technologie zur sicheren und kosteneffizienten Energiegewinnung genutzt werden.

Das Gerät dient außerdem als Speichersystem für die Energie aus den Erneuerbaren. Laut den Entwicklern ist es sowohl für den Privathaushalt als auch für die Industrie geeignet. HYFORM-PEMFC, wie das Gerät heißt, ist transportfreundlich, sicher und besonders umweltfreundlich. Zu den potenziellen Nutzern sollen einerseits Menschen, die in abgeschiedenen Regionen leben, andererseits Entwickler von Wasserstofftransportsystemen zählen.

Umweltfreundlicher Energiespeicher

Wasserstoff ist ein sehr gut geeigneter Energiespeicher, da er sehr klimaneutral ist. Jedoch hat Wasserstoff einen sehr geringen Energiegehalt, weshalb es schwierig ist ihn gasförmig zu lagern oder zu transportieren. Durch die Verwendung des Wasserstoffträgers wie Methansäure können Wasserstoff und CO2 gut kombiniert werden. Im Normalzustand ist es flüssig und dadurch einfach handzuhaben. Die Herausforderung liegt darin, den gespeicherten Wasserstoff energieeffizient aus der Methansäure zurückzugewinnen. Hier kommen Katalysatoren ins Spiel, die eine Extraktion von Wasserstoff aus Methansäure erleichtern. Dieser kann dann durch eine Brennstoffzelle in Strom umgewandelt werden.

Die GRT Gruppe arbeitet nun an der Weiterentwicklung des Systems. Zukünftig soll das Gerät für die Speicherung von überschüssiger Energie genutzt werden. So steht die Solarenergie aus den Sommermonaten auch im Winter zur Verfügung.

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