Stromversorgung durch Erneuerbare : So schafft es Portugal, 100 Prozent des Strombedarfs durch erneuerbaren Energien zu decken

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Im vergangenen März deckte Portugal mehrmals seinen Energiebedarf zu 100 Prozent durch Wasser- und Windkraft. Laut dem nationalen Übertragungsnetzbetreiber REN wurden insgesamt 4.812 Gigawattstunden erneuerbare Energie erzeugt. Das übertraf den Gesamtenergiebedarf von 4.647 Gigawattstunden. 2016 war Portugal erstmals mit seiner vorbildlichen Energieerzeugung in den Schlagzeilen: Im Mai überstieg die Stromproduktion aus regenerativen Energiequellen den tatsächlichen Verbrauch – und zwar ganze 107 Stunden am Stück. Besonders stark entwickelte sich in diesem Zeitraum die Windkraft. 2016 stammten 22 Prozent des Strombedarfs aus der Windenergie. In Deutschland waren es zu dem Zeitpunkt nur 13 Prozent.

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Diesen Sommer soll in Südportugal das bislang größte Solarkraftwerk des Landes entstehen. Insgesamt 142.000 Solarmodule mit einer Leistung von 46 Megawatt sollen in Ourique installiert werden. Der Anteil an Solarkraftwerken ist in Portugal derzeit noch eher gering. Das neue Kraftwerk soll der erste Schritt für den Ausbau der Photovoltaik sein.

Portugal könnte Stromexporteur werden

In Portugal und Spanien sind die Bedingungen so gut, dass die Länder langfristig zu sicheren Stromexporteuren werden könnten. Dazu müsste konstant mehr Strom aus Erneuerbaren produziert werden, um eine sichere Versorgung anderer Länder zu garantieren. Da Wasser-, Solar- und Windkraft auf der Iberischen Halbinsel aber sehr gut ausgebaut sind, könnte eine stabile Exportstruktur aufgebaut werden.

Der portugiesische Verband für erneuerbare Energien APREN und die Nachhaltigkeitsorganisation Zero veröffentlichten vor kurzem die CO2-Einsparungen Portugals. Rund 1,8 Millionen Tonnen CO2-Emissionen und über 20 Millionen Euro konnte das Land im März sparen. Letzteres entstand durch den niedrigen Bedarf an CO2-Verschmutzungszertifikaten.

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