Energieverbrauch

Schweizer Firmen machen Fortschritte am Weg zu Klimazielen

Die Schweizer Wirtschaft erfüllt ihre Klimaziele. 2018 wurden über drei Millionen Megawattstunden Energie gespart.

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Schweizer Unternehmen sind auf dem besten Weg die Klimaziele zu erreichen.

Rund 4.000 Schweizer Unternehmen haben letztes Jahr ihre CO2-Emissionen und ihren Energieverbrauch gesenkt. Laut der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) erfüllt die Wirtschaft damit ihre Klimaziele. So wurden 2018 über drei Millionen Megawattstunden Energie eingespart. Dank tieferer Energie- und Abgabenkosten sparen die Unternehmen damit jährlich fast 650 Millionen Franken, umgerechnet rund 600 Millionen Euro, die sie wieder in innovative Effizienzmaßnahmen investieren können.

Ende 2018 lag die CO2-Intensität bei 88,3 Prozent und die der Energieeffizienz bei 109,9 Prozent. Damit seien die Soll-Zielwerte des Bundes für die Wirtschaft im Jahr 2018 erreicht worden. Die 4.000 Unternehmen, welche EnAW-Mitglied sind, verursachen rund 50 Prozent des CO2-Ausstoßes der Sektoren Dienstleistung und Industrie in der Schweiz, wie es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA hieß.

Wie Unternehmen die Maßnahmen in der Praxis umsetzen, zeigt die EnAW am Beispiel der SBB. Das Unternehmen ist seit 2007 bei der EnAW mit 75 aktiven Zielvereinbarungen dabei. Mit den rund 4.100 Energieeffizienzmaßnahmen realisiere die SBB jährliche Energieeinsparungen von 60 Gigawattstunden - das entspreche dem Stromverbrauch der Stadt Biel.

Auch für die Unternehmen der Maschinenindustrie bringe die Zusammenarbeit mit der EnAW einen großen Mehrwert. So konnte der Gesamtenergieverbrauch der Swissmem-Mitglieder seit 1990 um rund die Hälfte gesenkt werden. "Durch die Einsparungen investieren die Firmen laufend in den technologischen Fortschritt und bringen Innovation voran", wird Swissmem-Direktor Stefan Brupbacher in der Mitteilung zitiert.

Heute können Unternehmen wählen, wie sie die Klimaziele erreichen wollen. Entweder verpflichten sie sich zur Steigerung der Energieeffizienz oder sie bezahlen die CO2-Lenkungsabgabe. Dieser verhaltensökonomische Anreiz funktioniere, was der Leistungsausweis der EnAW eindrücklich zeige, schreibt die Allianz.

Der Anreiz der Rückerstattung motiviere Unternehmen, mehr zu tun und auf langfristige Strategien zur CO2-Reduktion und Energieeffizienz zu setzen. Es mache deshalb Sinn, das Instrument der Zielvereinbarung im Rahmen der CO2-Gesetzesrevision zu stärken. (APA/red)

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