Klimatechnik

Indien verbietet Split-Klimaanlagen-Import

Mit einem Verbot von Split-System-Klimaanlagen soll in Indien die heimische Produktion angekurbelt werden. Was das für Global Player wie Daikin, LG und Panasonic bedeutet, erfahren Sie hier.

Nur etwa fünf Prozent der indischen Haushalte besitzen eine Klimaanlage. In den kommenden Jahren wird jedoch mit einem steigenden Absatz gerechnet, von dem heimische Hersteller profitieren sollen.

Die indische Regierung hat nun den Import von Split-Klimasystemen verboten, wovon die Produktion innerhalb des Landes profitieren soll. Ziel ist es, ausländische Akteure nicht länger am indischen Markt teilhaben zu lassen, damit indische Hersteller ihren Absatz erhöhen können. 

Verbot von Einheiten mit Kältemittel

Die von der Generaldirektion für Außenhandel (DGFT) am Donnerstag herausgegebene Information verbietet den Import von Einheiten "mit Kältemittel" für Sendungen mit den Sendungscodes HS 84151010 und 84151090. Diese beziehen sich auf Einheiten, die zur Befestigung an einem Fenster, an der Wand, an der Decke oder am Boden bestimmt sind, als eigenständiges System oder als Split-System.

Die Bevölkerung Indiens ist immer noch relativ arm, nur etwa fünf Prozent der Haushalte besitzen eine Klimaanlage. Angesichts des sich ändernden Lebensstils, der zunehmenden Verstädterung, der besseren Stromversorgung und des steigenden Wohlstands wird jedoch erwartet, dass der indische Markt von derzeit rund vier Millionen Einheiten pro Jahr erheblich wachsen wird. 

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Internationale Hersteller mit nationalen Fabriken

Rund 30 Prozent der indischen Klimaanlagen werden aus dem Ausland importiert. Große Unternehmen wie Daikin, LG, Johnson Controls Hitachi, Samung, Carrier Midea und Panasonic dürfte das Verbot aber wenig beeinflussen, da diese Hersteller bereits eigene Fabriken in Indien haben und neben großen indischen Herstellern wie Blue Star und Voltas konkurrieren.