Windenergie

Deutscher Windkraftausbau lässt nach

Der Windkraftausbau in Deutschland geht zurück, wie eine Analyse der Fachagentur Windenergie an Land zeigt. Nur sieben Bundesländer errichteten im ersten Quartal 2019 überhaupt Windenergieanlagen.

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In Deutschland geht der Windkraftausbau stetig zurück.

Lediglich 41 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 134 Megawatt wurden im ersten Quartal 2019 installiert - deutlich weniger als im Vorjahr. Im ersten Quartal 2018 wurden 319 Anlagen mit 1.042 Megawatt installiert, 2017 sogar 390 Anlagen mit 1.109 Megawatt. Das geht aus einer Analyse der Fachagentur Windenergie an Land hervor.

Nordrhein-Westfalen an letzter Stelle

In nur sieben Bundesländern wurden dieses Jahr überhaupt Windkraftanlagen installiert. Spitzenreiter ist dabei Rheinland-Pfalz mit 41,2 Megawatt. Schlusslicht bildet Nordrhein-Westfalen mit 7,8 Megawatt. "Bezogen auf die installierte Leistung lagen die Inbetriebnahmen im ersten Quartal 2019 um 87 Prozent unterhalb der mittleren Neuanlagenleistung in den Vergleichszeiträumen 2018, 2017 und 2016", heißt es in der Analyse.

© FA Wind

Die Fachagentur Windenergie an Land gibt auch mögliche Gründe für den massiven Rückgang des Windkraftausbaus an. So könnte unter anderem die Zuschlagssituation aus dem Ausschreibungsjahr 2017, in dem über 90 Prozent der Förderzusagen an immissionsschutzrechtlich noch nicht genehmigte Windprojekte gingen, eine Begründung sein. 

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