Klimaschutz

Biomasseverband und Bundesforste unterstützen Klimavolksbegehren

Biomasseverband und Bundesforste sprechen sich gemeinsam für verstärkten Klimaschutz aus, um Waldschäden zu verringern und Holz als Energiequelle zu fördern.

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Die österreichischen Wälder sind bereits von Trockenheit und Schädlingen bedroht. Das Klimavolksbegehren soll helfen.

Der Österreichische Biomasseverband (ÖBMV) und die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) unterstützen fortan das Klimavolksbegehren. Schließlich sei der Klimawandel längst in Österreichs Wäldern angekommen und ein Umdenken dringend nötig, um klimabedingte Schäden zu minimieren, wurde der Entschluss für diesen Schritt am Freitag auf einer Pressekonferenz in Wien begründet.

Trockenheit und Borkenkäfer bedrohen die Wälder

"Wir spüren bereits die extremen Auswirkungen des Klimawandels auf Forst- und Landwirtschaft", warnte Franz Titschenbacher, Präsident des ÖBMV, mit Verweis auf die in den vergangenen Jahren zunehmende Trockenheit sowie Sturm- und Borkenkäferschäden. Um der negativen Entwicklung entgegenzuwirken und auch in Zukunft auf einen intakten heimischen Wald verweisen zu können, sei ein rascher Ausstieg aus fossilen Energieträgern wie Erdöl und Kohle nötig. Parallel müsse die Nutzung von heimischem Holz als nachhaltigem Rohstoff für die stoffliche und energetische Nutzung ausgebaut werden, so der Präsident.

Auch Rudolf Freidhager, Vorstandssprecher der ÖBf, zeigte sich überzeugt, dass die nachhaltige Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen vor der eigenen Haustür unabdingbar für eine erfolgreiche Energie- und Rohstoffwende wären. "Wald und Holz sind der beste Klimaschutz", meinte Freidhager. Schließlich würden Wälder nicht nur einen nachwachsenden Rohstoff darstellen, sondern auch CO2 speichern, das Klima regulieren und für saubere Luft sorgen. Zweifel an der Klimaneutralität von Biomasse tat er mit einem Vergleich mit fossilen Energieträgern ab. Diese wären weit schädlicher und müssten noch dazu aus der Ferne "hergekarrt" werden. Auch arbeite man nachhaltig und verwende lediglich Holz, das in der Waldbewirtschaftung ohnehin anfalle.

Holz verrottet, anstatt verwendet zu werden

Die technischen Lösungen und das Rohstoffpotenzial für einen Ausbau der energetischen Nutzung von heimischem Holz wären jedenfalls vorhanden, sagte Titschenbacher. Derzeit würde in unseren Wäldern jedoch nutzbares Holz verrotten, anstatt genutzt zu werden. "Wenn wir die Energiewende richtig umsetzen, erhöhen wir auch die Wertschöpfung im Land und ersparen uns mehrere Milliarden Euro für klimaschädliche Rohölimporte", meinte der Präsident des ÖBMV.

"Das Bewusstsein über die Wichtigkeit von Klimaschutz ist in breiten Teilen der Gesellschaft angekommen. Jetzt müssen wir gemeinsam daran arbeiten, dass sich das in zukunftsfähigen Maßnahmen niederschlägt", freute sich Katharina Rogenhofer, Sprecherin des Klimavolksbegehrens, über die Unterstützung des ÖBMV und der ÖBf. Vor der Nationalratswahl wurde das Klimavolksbegehren von rund 50.000 Personen unterstützt. Wie viele es derzeit sind, wurde auf Nachfrage nicht beantwortet. Jedenfalls seien die abgegebenen Stimmen ein Wahlauftrag an die künftigen Regierungsparteien, dem Klimaschutz eine gewichtige Rolle einzuräumen. "Jede abgegebene Unterstützungserklärung ist eine Stimme für den Klimaschutz", sagte Rogenhofer. (APA/red)

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