European Heat Pump Association (EHPA) liefert Zahlen : Wärmepumpenabsatz 2025 in Europa
Im Jahr 2025 wurden laut EHPA in 16 Ländern Europas insgesamt 2,63 Mio. Wärmepumpen verkauft.
- © HLK/ EHPAIm März 2026 veröffentlichte die European Heat Pump Association (EHPA) Zahlen zum Wärmepumpenabsatz in Europa für das Jahr 2025, das eine Trendwende markiert (da die zweijährige „Durststrecke“ mit gesunkenen Verkaufszahlen damit ein Ende hatte). Die Verkäufe stiegen 2025 in den Ländern, die an der Datenerhebung der EHPA teilnehmen, insgesamt um 11 % deutlich an (im Vergleich zu 2024). In 12 der 16 teilnehmenden Länder (Austria, Belgium, Czech Republic, Switzerland, Denmark, Spain, Finland, France, Italy, Netherlands, Norway, Poland, Portugal, Sweden, Switzerland, UK) wurde 2025 ein gestiegener Wärmepumpenabsatz registriert.
Damit liegt der Wärmepumpen-Bestand in Europa nun bei schätzungsweise rund 28 Millionen installierten Geräten. Die EHPA führt die positive Marktentwicklung im Vorjahr insbesondere auf die politischen Rahmenbedingungen zurück.
Rahmenbedingungen in Europa
In zwölf europäischen Ländern seien Förderprogramme, gesenkte Stromsteuern und klare politische Rahmenbedingungen richtungsweisend für den Erfolg der Wärmepumpe 2025 gewesen. In Belgien z. B. erreichte die Wärmepumpenbranche einen Absatzzuwachs um sieben Prozent (auf 111.000 Geräte), nachdem neue Restriktionen auf fossile Brennstoffe eingeführt und die Mehrwertsteuer auf Wärmepumpen abgesenkt worden war. In Großbritannien stieg der Wärmepumpenabsatz dank entsprechender Programme um 27 % (auf 125.000 Einheiten).
Im Gegensatz dazu wurde 2025 in Polen, Frankreich, Norwegen, Österreich ein Absatzrückgang vermeldet.
Im Vergleich der Wärmepumpenverkäufe zur Haushaltszahl dominieren 2025 nach wie vor die skandinavischen Länder: Norwegen – 43,8 verkaufte Wärmepumpen pro 1.000 Haushalte; Finnland – 36,2; Schweden – 33,5 (Deutschland: 8,3; Österreich: 13,4, Schweiz: 13,3).
Neuer Rekord in Deutschland
Obwohl laut BDH der Heizungsabsatz in Deutschland 2025 gesunken ist (-12 % auf 627.000 verkaufte Geräte), konnten zwei Marksegmente (Biomasse, Wärmepumpen) hinzugewinnen.
Die Wärmepumpen-Branche erreichte im Jahr 2025 einen neuen Meilenstein: Mit 299.000 abgesetzten Geräten (+55 % zu 2024) war die Wärmepumpe erstmals das meistverkaufte Heizsystem auf dem deutschen Markt. Laut EHPA sei diese Entwicklung auf ein gestiegenes Vertrauen der Verbraucher in die Technologie zurückzuführen, nachdem die Heizungsfrage in den Vorjahren stark politisiert worden sei.
Wärmepumpenabsatz in Österreich
Im Jahr 2025 ging in Österreich insgesamt der Heizungsanlagen-Verkauf um -11 % zurück (gegenüber 2024). Dabei stellte die Wärmepumpe mit 36.100 verkauften Stück das meist verkaufte Heizungssystem 2025 dar. Laut Vereinigung Österreichischer Kessel- und Heizungsindustrie (VÖK) und Wärmepumpe Austria wurden 2025 in Österreich aber um rund 21 % weniger Wärmepumpen verkauft, als im Jahr davor. Das ist vor allem auf die fehlende Kesseltausch-Förderung des Bundes für das Jahr 2025 zurückzuführen.
Europäische Vorgaben pushen Wärmepumpen
Die Entwicklung der politischen Rahmenbedingungen in den europäischen Ländern wird maßgeblich von Entscheidungen der EU-Kommission zur Klima- und Gebäudepolitik beeinflusst bzw. vorgegeben. Insbesondere der „EU Electrification Action Plan“ und die „Heating and Cooling Strategy“ werden sich laut EHPA in der Marktentwicklung der nächsten Jahre niederschlagen. Außerdem wurde durch die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD – Energy Performance of Buildings Directive, Richtlinie (EU) 2024/1275) ein umfassendes Vorgabenregelwerk geschaffen, dessen Ziel eine massive Beschleunigung der Sanierungsrate, der Übergang zu Nullemissionsgebäuden und die Integration erneuerbarer Energien ist.
„Es ist eine grundlegende Erkenntnis der Politik, dass Steuern das zentrale Instrument sind, um das Kaufverhalten zu verändern. Die europäischen Länder müssen schnell handeln und die Steuern auf Wärmepumpen und Strom senken, damit diese zur wettbewerbsfähigsten Option werden. Dies muss durch eine stabile Politik konsolidiert werden. Auf diese Weise kann Europa sein Energiesystem von der Importabhängigkeit von unberechenbaren Akteuren zu einer nachhaltigen Selbstversorgung umstellen. Die Ereignisse des Wochenendes im Iran zeigen die Notwendigkeit dafür deutlicher denn je", so Paul Kenny, Direktor der EHPA.
Mehr Infos, News, Hintergründe und Neues im Wärmepumpen-Bereich kann man sich im Mai 2026 in Wien erwarten – vom 26. – 29. Mai findet die „IEA Heat Pump Conference 2026“ in der Hofburg statt; am 27. Mai findet ebendort auch das „EHPA General Assembly“ statt.