Jahresbilanz 2025 des BDH für Deutschland : Heizungsabsatz in D erneut gesunken

Chart der abgesetzten Heizungen in Deutschland von 2010 bis 2025

Absatz von Wärmeerzeugern in Deutschland in den Jahren 2010 bis 2025.

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Die Hersteller setzten im Jahr 2025 in Deutschland rund 627.000 Heizungsanlagen ab12 % weniger als im bereits schwachen Jahr davor. Damit ist der Heizungsmarkt in Deutschland das zweite Jahr in Folge insgesamt rückläufig, auch wenn es erfreuliche „Ausreißer“ nach oben gibt. Das zeigt die Anfang Februar 2026 vorgelegte Jahresbilanz des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH).
Der Produktionsstandort für Heizungsanlagen in Deutschland steht unter Druck“, warnt BDH-Hauptgeschäftsführer Markus Staudt. „Die Politik muss jetzt schnellstmöglich einen verlässlichen, bedarfsgerechten und investitionsfreundlichen ordnungspolitischen Rahmen schaffen, flankiert von einer stabilen Förderung und die Bürgerinnen und Bürger auf diesem Weg mitnehmen.

Plus in Einzelsegmenten, tiefes Gesamt-Minus

Im Jahr 2025 wurden in Deutschland rund 299.000 Wärmepumpen verkauft, was diesem Marktsegment ein schönes Wachstum bescherte (+55 % gegenüber dem Vorjahr). Auch Heizsysteme auf Basis von Biomasse, etwa Pelletsanlagen, verzeichneten eine leichte Erholung, liegen mit 29.000 abgesetzten Geräten jedoch weiterhin auf einem niedrigen, absoluten Niveau.
Die beiden positiven „Ausreißer“ konnten den Einbruch im Gesamtmarkt für Heizungssysteme in Deutschland aber nicht kompensieren. In Summe liegt der Absatz des Jahres 2025 (mit rund 627.000 Heizungsanlagen) damit auf einem Stand, der die Hersteller vor ernste wirtschaftliche Herausforderungen stellt. Der durchschnittliche Gesamtmarkt der vergangenen Dekade lag bei rund 800.000 Geräten pro Jahr – davon ist die Branche in Deutschland inzwischen weit entfernt.
Der rückläufige Absatz der Wärmeerzeuger schlägt sich natürlich auch auf Systemkomponenten des Heizungssystems wie Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung, Umwälzpumpen oder Heizkörper nieder. Zwar weisen einige dieser Technologien ein prozentuelles Wachstum auf, die absoluten Stückzahlen bewegen sich jedoch auf niedriger Basis. Die lahmende Neubaukonjunktur in Deutschland verstärkt diesen Trend. Dabei sind auch diese Lösungen, die zur Effizienz des Gesamtsystems beitragen, mit Blick auf die Energieeinsparung und die damit verbundene Reduzierung von CO₂-Emissionen von großer Bedeutung – sowohl für das Erreichen der Klimaschutzziele als auch für die wirtschaftliche Entlastung der Verbraucher.

Verunsicherung hemmt Investitionen

Aus Sicht des BDH sind politisch verursachte Unsicherheiten bei den Kunden (m/w/d) hauptverantwortlich für die gegenwärtige Absatzkrise. Die große Koalition in Deutschland hat im Koalitionsvertrag beschlossen, das sogenannte „Heizungsgesetz“ abzuschaffen, ließ jedoch bislang offen, welche Regelungen künftig gelten sollen.
Verbraucherinnen und Verbraucher handeln rational: Solange die politischen Rahmenbedingungen unklar sind, werden Investitionen in neue Heizungen aufgeschoben“, erklärt BDH-Hauptgeschäftsführer Markus Staudt. Auch die kommunale Wärmeplanung, die in Deutschland ursprünglich als Orientierungshilfe für Investitionen gedacht war, wirke derzeit in vielen Fällen als Investitionsbremse. Zahlreiche Bürger zögerten mit Entscheidungen, solange unklar bleibe, welche Optionen ihre Kommune für die zukünftige Wärmeversorgung vorsehe. Ursache dafür sind häufig eine unzureichende Kommunikation und fehlende Erwartungssteuerung auf kommunaler Ebene.
Wir brauchen jetzt einen Neustart mit einem verlässlichen politischen Kurs, der Planungssicherheit schafft und alle effizienten technologischen Lösungen einbezieht“, fordert Staudt. „Technologiedebatten tragen nicht dazu bei, die bestehende Verunsicherung bei den Verbrauchern aufzulösen.“