Neuartiger Speicher auf Natrium-Ionen-Basis in Apetlon : Erstes Salzspeicher-Projekt im Burgenland

Praesentation Salzspeicher in Apetlon mit Stephan Sharma, Silvia Pitzl, Anja Haider-Wallner, Mag. Hans Peter Doskozil.

Präsentation in Apetlon mit (v. l.) Dr. Stephan Sharma (CEO Burgenland Energie), Silvia Pitzl (Bürgermeisterin Marktgemeinde Apetlon), Anja Haider-Wallner (Bgld-Landeshauptmann-Stv.in), Burgenland-Landeshauptmann Mag. Hans Peter Doskozil (in der Mitte die Salzspeicher-Module).

- © Burgenland Energie

Wir haben uns im Burgenland ein wichtiges Ziel gesetzt: Wir werden bis 2030 eine der ersten Regionen der Welt sein, die bilanziell energieunabhängig und klimaneutral ist. Dafür setzen wir auf unseren Fleiß beim Ausbau von Wind- und Photovoltaikanlagen und wir setzen auf die burgenländische Innovationskraft: Deshalb nutzen wir auch moderne Salzspeicher, um saubere Energie zu speichern. Vom Speicherausbau im Burgenland kann auch jeder einzelne Burgenländer und jede Gemeinde durch den Fanclub Burgenland Energieunabhängig profitieren“, so Hans Peter Doskozil, Landeshauptmann von Burgenland, bei der Eröffnung und Inbetriebnahme des ersten Salzspeichers in Apetlon am 10. September 2025.
Erneuerbare Energie zu speichern und damit vor Ort zu verwenden, ist uns für die Versorgungssicherheit so wichtig, dass wir es als Bundesland fördern. Sowohl für klassische Speicher als auch für den Salzspeicher gibt es im Burgenland eine Speicherförderung von bis zu 100 Euro pro Kilowattstunde. Das ist ein Anreiz, der leider bei den aktuellen Plänen im Bund nicht vorkommt und dringend notwendig wäre“, so Hans Peter Doskozil und Anja Haider-Wallner (Bgld-LH-Stv.) unisono.

Stromspeicher auf Natrium-Ionen-Basis

Beim Salzspeicher handelt es sich um einen Stromspeicher, der aber statt z. B. mit Lithium auf Natrium-Ionen-Basis arbeitet. Den neuartigen Speicher des österreichischen Start-ups Salzstrom gibt es für den Haushalts- und Unternehmensbereich. Der in Photovoltaik-Anlagen gewonnene Solarstrom kann so für die Nachtzeit oder im Falle eines Stromausfalls gespeichert werden. 
Stephan Sharma, CEO der Burgenland Energie, erklärt zum Projekt in Apetlon: „Innerhalb weniger Wochen haben wir für das Gemeindeamt Apetlon den Salzspeicher mit einer blackout-sicheren Notstromfunktion und eine Photovoltaik-Anlage errichtet. Der Salzspeicher hat ein Speichervolumen von 21 Kilowattstunden. Er speichert den Sonnenstrom für die Abendstunden und für eventuelle Krisensituationen. Der Gemeinde fallen keine Investitionskosten an, sondern der Speicher und die Anlagen werden über das attraktive Gemeindepaket der Burgenland Energie realisiert und gehen nach einer gewissen Zeit ins Eigentum der Gemeinde über. Damit kommt es schon im ersten Jahr zu einer massiven Energiekosteneinsparung für die Gemeindekassa.“

Energieunabhängigkeit in Apetlon gesteigert

Als Gemeinde ist es für uns ein großer Schritt. Schon in den letzten Wochen wurde in Apetlon fleißig gebaut und wurden PV-Anlagen errichtet, damit unsere Gemeindegebäude nicht nur Strom brauchen, sondern auch Strom produzieren. Mit dem umfangreichen Energieunabhängigkeitspaket der Burgenland Energie für unsere Gemeinde kommen wir von 25 Prozent Energieunabhängigkeit auf über 70 Prozent“, so Silvia Pitzl, Bürgermeisterin von Apetlon. Damit diese Energie auch optimal im Ort bleibe, habe man sich sehr bald für eine Speicherlösung entschieden. „Die Variante mit einem großen Salzspeicher war dann noch einmal besonders attraktiv, weil es die Innovationskraft unseres Projektes betont.“ 
Insgesamt werden in Apetlon 19 Projekte – von der Dachphotovoltaik über den Speicher mit Notstromfunktion, Luftwärmepumpen, Ladestationen für die Elektro-Mobilität bis zum Wechsel der Straßenbeleuchtung auf LED – umgesetzt, womit die Stromkosten nachhaltig durch die Eigenproduktion gesenkt werden können.

Massiver Speicherausbau im Burgenland

Mit dem Projekt in Apetlon fällt auch der Startschuss für die gesamte Speicherstrategie der Burgenland Energie. „Nach der Windphase und der Photovoltaikphase starten wir im Burgenland jetzt die dritte Phase: Den Speicherausbau. Um ein nachhaltiges, sicheres und leistbares Energiesystem für unser Burgenland für Generationen zu gewährleisten“, so Stephan Sharma, CEO der Burgenland Energie. Und weiter: „In den nächsten Monaten werden von Nord- bis Südburgenland acht große Speicherprojekte für unseren Wind- und Sonnenstrom umgesetzt. Mit einer Gesamtleistung von 160 Megawatt und einem Speichervolumen von 480 Megawattstunden sind das die größten Batteriespeicherprojekte Österreichs. Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf circa 100 Millionen Euro und wird damit auch einen wichtigen Konjunkturimpuls bringen und die Energiesouveränität Burgenlands gegenüber den Märkten und dem Ausland stärken.

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