Schneller, besser, günstiger: Das ist das Ziel des Blade Factory-Projekts, an dem das Fraunhofer Institut für Windenergiesysteme IWES in Bremerhaven zusammen mit zwölf Partnern aus Industrie und Forschung arbeitet. Das Projektteam rund um Roman Braun arbeitet an neuen Technologien mit deren Hilfe die Produktion von Rotorblättern schneller und effizienter gelingen kann.
Bisher handelt es sich bei der Rotorblatt-Produktion um eine langwierige Angelegenheit. In ein Formwerkzeug werden mehrere Schichten an Glasfasermaterial eingelegt. Mit einer Vakuumpumpe wird dann die Luft aus dem gestapelten Fasermaterial gesaugt. Im nächsten Schritt wird flüssiges Kunststoffharz in die Form gesaugt und die Glasfasern werden in Harz getränkt. Durch die Wärme der Formheizung härtet das Harz aus und fertig ist der Rohling. Dieser wird mit anderen Bauteilen verklebt und dann geschliffen und lackiert. Rund 24 Stunden dauert die Fertigung eines einzelnen Rotorblattes bisher – ohne Unterbrechung.
Störfaktoren können die Produktion beeinflussen und die Produktionsdauer damit verlängern. Manche Hersteller haben ihre Produktionsstätten international verteilt. In China herrschen beispielsweise ganz andere Luftbedingungen als in Deutschland, wodurch sich auch das Material anders verhält. Häufig kommt es auch zu Produktionsfehlern, die dann repariert werden müssen. Das kostet zusätzlich Zeit und Geld.