35 Prozent wollte das Parlament, 30 Prozent Deutschland, 27 Prozent die Kommission und die osteuropäischen Staaten mit ihrem hohen Anteil an Kohlekraftwerken gaben die Blockierer. Dazwischen lagen mehrere Verhandlungsrunden und viele Diskussionen zwischen Mitgliedsstaaten, Kommission und Parlament. Das sieht nun vor, dass der Anteil Erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2030 auf 32 Prozent erhöht werden soll. Derzeit sind es EU-weit 17 Prozent.
Auch wenn Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger nun meint, dass diese Beschlüsse „die Europäische Union in die Lage versetzen, mit ihren Zielen weltweit führend im Bereich der erneuerbaren Energien und der effizienten Energietechnologien zu werden“: Ambition oder gar eine Annäherung an die Klimaziele von Paris sehen anders aus. Diese Klimaziele nämlich hätten eine Anhebung des Anteils Erneuerbarer Energien auf 45 Prozent erfordert.
Im Jahr 2023 soll es immerhin eine Überprüfung der EU-Ziele mit der Option auf eine Erhöhung geben.
Die Energieeffizienz soll indes auf 32,5 Prozent gesteigert werden und auch das ist nur ein Minimalkonsens. Die Coalition for Energy Savings warnte etwa davor, dass ein Effizienzziel die tatsächlichen Potenziale nicht ausschöpfe.