Energieagentur-Geschäftsführer Peter Traupmann, betont, dass die Risiken fossiler Brennstoffe sehr wohl in die Berechnungen eingeflossen sind. Die Energieagentur sei sich dessen bewusst, dass Importe fossiler Energie die heimische Handelsbilanz belasten und die CO2 Emissionen von Erdgas und -Öl die Umwelt schädigen. Der Heizkostenvergleich und dessen Ergebnisse basieren aber auf reinen Fakten und Tatsachen und wurden keinesfalls beschönigt, heißt es. Den Vorwurf, ein unrealistisches Referenzgebäude verwendet zu haben, weist Traupmann zurück. Man müsse beachten, dass sich die 118m² auf die Nettogeschossfläche beziehen, was eine Bruttogeschossfläche von 148m² bedeutet. Somit liegt der Flächenunterschied zu dem Gebäude der TU Wien gerade mal bei zwei Quadratmetern. „Dass der Heizkostenvergleich je nach Ergebnis von unterschiedlichen Interessenvertretungen kritisiert wird, werten wir als Zeichen seiner Objektivität“, so Traupmann.
Christian Rakos sieht sich dennoch benachteiligt: „Wieso die Energieagentur die Annahmen ihres Heizkostenvergleichs so setzt, dass Heizungen auf Basis erneuerbarer Energie als kostspieliger dargestellt werden, ist mir nicht verständlich", so Rakos gegenüber HLK.
So wenig Freude Rakos mit dem Vergleich der Energieagentur hat, so viel Freude dürfte ihm indes ein Brennstoff-Vergleich der Landwirtschaftskammer Steiermark machen, der ebenfalls dieser Tage erschien: da liegen Hackgut, Brennholz und Pellets an erster Stelle. Verglichen wurden da allerdings nur die reinen Brennstoffkosten.