Erneuerbare

Wie ein Urbakterium Biomethan erzeugt

In der Schweiz hat das Bundesamt für Energie ein Urbakterium in der Kategorie Erneuerbare Energien ausgezeichnet – für nichts Geringeres als seine Furzerei. Die Erklärung dazu – und außerdem, was Orchideen mit Energietechnologien zu tun haben – lesen Sie hier.

Erneuerbare Energie

Das Stadtwerk Regio Energie Solothurn in der Schweiz ist einer der Preisträger des diesjährigen "Watt d'Or". Das Bundesamt für Energie (BFE) kürte das Projekt in der Kategorie "Erneuerbare Energien" für ein Urbakterium, das durch Furzen Biomethan erzeugt.

Dazu frisst das Urbakterium Wasserstoff und CO2 und macht daraus Biomethan. Dieses wird dann ins Erdgasnetz eingespeist. Diese sogenannte biologische Methanisierung findet im Hybridwerk der Regio Energie Solothurn in Zuchwil statt. Das Urbakterium darf dort "munter vor sich hinfurzen", wie das Schweizer Bundesamt für Energie (BFE) am Donnerstag das Projekt in einer Mitteilung vorstellte.

In der Kategorie "Energietechnologien" wurde die ZHAW, die Klima-und Lüftungsbauer Schmid Hutter AG Winterthur und die Meyer Orchideen AG für ein thermochemisches Energieversorgungsnetz im Orchideen-Gewächshaus prämiert. Dieses kann Energie als chemisches Potenzial in einer Salzlösung beliebig lang und ohne Verluste speichern.

Ausgezeichnet in der Kategorie "Gebäude und Raum" wurde die ETH Zürich für den Energietransport ihrer erneuerbaren Wärmeversorgung auf dem Campus Hönggerberg. Die Versorgung speichert in 200 Meter tiefen Erdsondenfeldern Bodenabwärme im Sommer und gibt sie im Winter wieder zum Heizen frei. Für den Energietransport sorgt ein Niedertemperaturverteilnetz, ein sogenanntes Anergienetz.

Das BFE zeichnet mit dem "Watt d'Or" innovative Schweizer Unternehmen und Hochschulen aus, welche "die Energiezukunft bereits heute erfolgreich und mutig in die Praxis umsetzen". Die Auszeichnung ist nicht dotiert, entsprechend werden keine Preisgelder ausgeschüttet. (apa/red)

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