Energiespeicher

Siemens Gamesa macht Vulkangestein zum Energiespeicher

Mit einer neuen Technologie will Siemens Gamesa elektrische Energie in Vulkangestein speichern. Der Vulkan-Speicher wird nun im Hamburger Hafen getestet.

Siemens Gamesa hat einen neuen Energiespeicher entwickelt, der mit Vulkangestein arbeitet.

Siemens Gamesa Renewable Energy hat einen elektrothermischen Energiespeicher entwickelt, der Wärmeenergie mit Hilfe von 1.000 Tonnen Vulkangestein speichert. Damit können rund 130 Megawattstunden thermische Energie für bis zu eine Woche lang gespeichert werden. Das Unternehmen hat fünf Jahre am Projekt Etes geforscht und über 29 Millionen Euro investiert. 

Speicher ersetzt Kohlekraftwerke

Im Siemens Gamesa-Speicher treibt erneuerbare Energie ein Gerät zur Heißluft-Erzeugung an. Mit der erwärmten Luft wird das Vulkangestein auf bis zu 800 Grad erhitzt. Die Wärme kann von den Steinen bis zu eine Woche lang gespeichert und bei Bedarf in elektrische Energie umgewandelt werden. Das Prinzip ist einfach, der Speicher günstig. Und Etes soll sogar Kohlekraftwerke ersetzen können: „Da, wo jetzt ein Kohlekraftwerk steht, könnten die Betreiber die Infrastruktur zur Verbrennung fossile Brennstoffe entfernen und mit Etes ein emissionsfreies Speicher-Kraftwerk realisieren. Der Netzanschluss ist ebenso wie die Wasser-Dampf-Anlage schon da“, erklärt Maximilian Schumacher, verantwortlich für das Business Development von Großspeichern bei dem Windkraftkonzern, gegenüber dem Handelsblatt. 

Der Vulkan-Speicher soll günstiger als bisherige Batteriespeicher werden. Siemens Gamesa strebt Speicherkosten von weniger als zehn Cent pro Kilowattstunde an. In Hamburg wurde nun eine Pilotanlage installiert, die zeigen soll wie rentabel die Speichertechnologie tatsächlich ist. 

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