Umfrage

Österreicher sprechen sich für CO2-Abgaben aus

Wer CO2 verursacht, sollte dafür bezahlen – für dieses Prinzip sprechen sich rund drei Viertel der österreichischen Verbraucher aus. Das zeigt der neue Energie-Trendmonitor von Stiebel Eltron. Mit einer CO2-Steuer soll es aber nicht getan sein.

60 Prozent der Österreicher wünschen sich einen Ausstieg aus klimaschädlichen Brennstoffen.

Drei Viertel der österreichischen Verbraucher sprechen sich für eine CO2-Abgabe aus. Wer CO2 verursacht, sollte auch dafür bezahlen, so die Meinung der Österreicher. Gleichzeitig fordern knapp 60 Prozent, endgültig auf klimaschädliche fossile Brennstoffe wie Öl und Gas zu verzichten. Das sind Ergebnisse aus dem Energie-Trendmonitor Österreich 2019, wofür 1.000 österreichische Verbraucher im Auftrag des Heizungsherstellers Stiebel Eltron zu energiebezogenen Themen befragt wurden. 

Energiemarkt, Umwelt © STIEBEL ELTRON

Fossile Brennstoffe wie Erdöl, Gas und Kohle machen derzeit rund 57 Prozent am österreichischen Endenergieverbrauch aus. Rechnerisch entfallen damit auf jeden Österreicher durchschnittlich rund acht Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. "Nur wenn konsequent auf Verbrennungsprozesse verzichtet wird, lässt sich der CO2-Ausstoß entscheidend verringern", sagt Thomas Mader, Geschäftsführer bei Stiebel Eltron. "Die CO2-Abgabe nach dem Verursacherprinzip ist ein wichtiges Steuerungswerkzeug, um klimafreundliche Lösungen zu fördern."

CO2-Abgabe auf Brennstoffe in der Schweiz

In Sachen CO2-Steuer wünscht sich Stiebel Eltron ein System nach Schweizer Vorbild. Die Schweiz führte bereits 2008 eine nationale Lenkungsabgabe auf fossile Brennstoffe ein, der Verbrauch fossiler Energien wurde damit verteuert. Im Gegenzug werden die Erträge daraus teilweise an die Bevölkerung und die Wirtschaft zurückverteilt und zu einem Drittel in Gebäude investiert.

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"Eine zentrale Stellschraube der privaten Energiewende ist grüne Technik im Heizungskeller", sagt Thomas Mader. "Wärmepumpentechnologie kommt ohne Verbrennungsvorgang aus, weil natürliche Wärme aus der Natur genutzt wird - nämlich die energie aus der Umgebungsluft oder dem Erdreich. Der für den Bertrieb benötigte Strom stammt in Österreich heute selbst beim normalen Strommix bereits zu 72 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Mit dem weiteren Ausbau grüner Stromerzeugung wird sich dieser Anteil weiter erhöhen. Mit der Wärmepumpe nähern wir uns also auch ohne expliziten Ökostromtarif einem klimafreundlichen Ideal beim Heizen."

Österreicher wollen mehr Förderung für Sanierung

Das österreichische Umweltbundesamt sieht im Gebäudebereich noch immer großes Potenzial zur Senkung schädlicher Emissionen. Allerdings beklagen 73 Prozent der Österreicher, die energetische Sanierung von Bestandsbauten werde vom Staat zu wenig gefördert. 66 Prozent der Verbraucher wünschen sich höhere Förderungen für den Einbau grüner Technologie - wie zum Beispiel einer Wärmepumpe.

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