CO2-Emissionen

Ölkonzern Equinor forciert Klimaneutralität

Ambitionierte Ziele hat sich der Ölkonzern Equinor gesetzt: Bis 2030 will das Unternehmen seine Treibhausgasemissionen um 40 Prozent reduzieren. Und die Pläne gehen noch weiter.

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Der Ölkonzern Equinor will bis 2050 klimaneutral werden.

Der Erdölkonzern Equinor will bei der Förderung von Öl und Gas auf seinem norwegischen Heimatmarkt bis 2050 nahezu klimaneutral werden. Der Ausstoß von Treibhausgasen solle bis 2030 um 40 Prozent und bis 2040 um 70 Prozent zurückgehen, ehe diese Emissionen im Jahr 2050 nahe bei Null liegen sollen, wie Equinor mitteilte. Zu den Zielen sollen eine höhere Energieeffizienz sowie eine verstärkte Elektrifizierung und Digitalisierung seiner Anlagen beitragen.

Norwegens Regierungschefin Erna Solberg begrüßte die Ankündigungen nach Angaben der Nachrichtenagentur NTB als "einen guten Start ins Jahr 2020". Umweltschützer kritisierten die Pläne dagegen als Propagandaaktion. Die meisten Emissionen kämen nicht von der Produktion von Öl, sondern von dessen Verbrauch, sagte Andreas Randoy von der Umweltschutzorganisation Natur og Ungdom.

Equinor machte klar, dass es weiterhin Öl und Gas produzieren wolle. Der Konzern und seine Partner wollten vielmehr bis 2030 etwa 50 Milliarden norwegische Kronen, das entspricht rund 5,1 Milliarden Euro, investieren, um die Emissionen zu verringern und die Wettbewerbsfähigkeit der Felder und Anlagen zu steigern, kündigte Unternehmenschef Eldar Saetre an. Klimaneutralität bedeutet, dass der Ausstoß von Treibhausgasen vermieden oder durch Speicherung neutralisiert wird. Equinor gehört zu 67 Prozent dem Staat. (APA/Red)

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