OMV UND VERBUND

Kooperation für gemeinsame Zukunftsthemen im Energiebereich

Österreichs größte Energieunternehmen schließen eine Kooperation auf operativer Ebene für die Energiezukunft ab. Zusätzlich zum Einstieg der OMV bei Smatrics werden Konzepte im Bereich grüner Wasserstoff sowie die Stärkung der Versorgungssicherheit gemeinsam evaluiert.

Unternehmen

OMV und Verbund fixieren weitreichende Kooperation für

gemeinsame Zukunftsthemen im Energiebereich: (v.l.)

Verbund-Vorstand Wolfgang Anzengruber und

OMV Downstream Vorstand Manfred Leitner.

Bild: OMV/Lukas Dostal

Die OMV, das internationale, integrierte Öl- und Gasunternehmen mit Sitz in Wien, und Verbund, größter österreichischer Stromerzeuger und einer der größten Stromerzeuger aus Wasserkraft in Europa, schließen eine Kooperation für die Energiezukunft ab. Diese Zusammenarbeit unterstützt beide Unternehmen dabei, die gegenwärtigen großen energiepolitischen Herausforderungen zu meistern. Mit der Einigung im Rahmen des Weltklimagipfels in Paris ist ein wichtiger Schritt zu einer globalen Herangehensweise beim Klimaschutz gelungen. OMV und Verbund werden dazu ihren Beitrag leisten.

Elektromobilität – alternative Technologie im Wachstum

Der Treibstoff-Mix an der Tankstelle der Zukunft wird ein sehr breiter sein. Auch wenn fossile Treibstoffe weiterhin eine große Rolle spielen werden, ist Elektromobilität in Form von Strom und Wasserstoff bereits präsent und wird weiter an Bedeutung gewinnen.

Deshalb unterstützt die OMV auch diese nachhaltigen Antriebsformen und wird beim derzeitigen Verbund-Siemens Joint Venture Smatrics mit einer Beteiligung von 40 % einsteigen. Smatrics ist der Komplettanbieter für Dienstleistungen rund um das Thema Elektromobilität und betreibt als erster Anbieter ein flächendeckendes Hochleistungs-Ladenetz in ganz Österreich mit Ladestationen im Umkreis von rund 60 Kilometern, die zu 100 % aus Grünstrom von Verbund gespeist werden.

Inzwischen umfasst das Smatrics Ladenetz rund 400 Ladepunkte in ganz Österreich. 49 davon befinden sich bereits jetzt an OMV Standorten in Österreich, sechs weitere in Bayern. Im ersten Schritt liegt der Hauptfokus am weiteren Ausbau des Netzes in Österreich und Deutschland, in weiterer Folge wird eine mögliche Expansion in den Ländern Tschechien, Slowakei, Slowenien und Ungarn geprüft. Die übrigen Anteile an Smatrics werden von Verbund und von Siemens gehalten.

„Es freut mich, dass wir mit dieser innovativen Partnerschaft bereits heute die ersten Meilensteine setzen konnten. Mit der Beteiligung an Smatrics engagieren wir uns in einem neuen und schnell wachsenden Technologiebereich. Gleichzeitig bieten wir Kunden verstärkt eine zusätzliche alternative Mobilitätsleistung und gehen damit einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltiger Energiezukunft. Gemeinsam mit Verbund arbeiten wir an weiteren Projekten, um die Versorgungssicherheit und Effizienz unserer Raffinerien zu steigern und erneuerbare Energien einzusetzen“, sagt Manfred Leitner, OMV Vorstand verantwortlich für Downstream.

Schon heute gibt es Wasserstoff-Tankstellen in Wien, Innsbruck, Linz und Graz. Eine zusätzliche Station folgt noch vor dem Sommer in Wiener Neudorf. Weitere fünf OMV Wasserstoff-Tankstellen sind bereits in Bayern in Betrieb. Zudem forscht die OMV gemeinsam mit Partnern in Auersthal (NÖ) an der Erzeugung von Wasserstoff aus Windkraft und an der Universität Cambridge an neuen Wegen zur Produktion von Wasserstoff mit Hilfe von Sonnenlicht.

Zudem werden gemeinsame Lösungsansätze von OMV und Verbund evaluiert, die die Versorgungssicherheit der Raffinerien stärken sollen. Die zusätzliche Absicherung kann z.B. durch alternative Versorgungskonzepte und Batteriesysteme erfolgen. Weitere Ergebnisse werden für Sommer dieses Jahres erwartet.

Energienahe Dienstleistungen

Teil der Energie-Kooperation sind energienahe Dienstleistungen wie der Verbund-Power-Pool. Diese Demand-Side-Management-Lösung kommt zum Einsatz, um die kurzfristigen Schwankungen im Stromnetz durch die Nutzung von Erzeugungs- und Verbrauchsflexibilitäten auszubalancieren.

Wasserstoff – eine grüne Energielösung der Zukunft

Die Energiewende bringt Grünstrom in Überkapazitäten volatil auf den Markt. Mittels Elektrolyse können diese Überkapazitäten aus regenerativen Energiequellen wie Wasserkraft, Wind- und Sonnenenergie zu grünem Wasserstoff umgewandelt werden. Für OMV und Verbund bietet der daraus entstehende grüne Wasserstoff vielfältige und nachhaltige Einsatzmöglichkeiten im Energie-, Industrie- und Verkehrsbereich. Geprüft wird derzeit der Einsatz von grünem Wasserstoff als Industrierohstoff, als Treibstoff der Zukunft für nachhaltige Mobilität sowie für die Energiespeicherung, um die volatile Stromerzeugung aus den neuen erneuerbaren Energien auszugleichen.

Grünstrom und Energiedienstleistungen von Verbund

„Diese strategische langfristige Zusammenarbeit der beiden größten österreichischen Energieunternehmen bringt uns einen Riesenschritt voran in die Energiezukunft“, so Verbund-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Anzengruber. „Gemeinsam werden wir die Potenziale für Grünstrom und grünen Wasserstoff nutzen, Energiedienstleistungen einsetzen und der Elektromobilität einen kräftigen Schub geben. Mit den starken Investoren OMV, Siemens und Verbund wird Smatrics die Marktführerschaft in Österreich weiter ausbauen und grenzenloses elektromobiles Reisen in Europa ermöglichen.“

Mit diesen Initiativen unterstützen die Unternehmen die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung, in den Bereichen „Bezahlbare und saubere Energie“, „Industrie, Innovation und Infrastruktur“ sowie „Nachhaltige/r Konsum- und Produktion“.