Wasserstoff

Klimaschutzministerium begrüßt EU-Wasserstoffstrategie

Die EU-Strategie zur Integration des Energiesystems sowie die EU-Wasserstoffstrategie werden von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler sehr positiv aufgenommen. Sie warnt aber gleichzeitig vor einer Abhängigkeit von fossilen Energien.

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler lobt die EU-Wasserstoffstrategie

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) hat die Vorschläge für die EU-Strategie zur Integration des Energiesystems und der EU-Wasserstoffstrategie begrüßt. Beide seien Bestandteile des European Green Deals, um die Abhängigkeit von Öl und Gas zu beenden. Wasserstoff dürfe aber kein Einfallstor für fossile Energie oder Atomstrom werden, betonte das Klimaschutzministerium am Mittwoch.

Durch Sektorintegration könne beispielsweise Energie vom Sommer in den Winter "gespeichert" werden, aber auch Strom als Wärme oder Wasserstoff für die Industrie genutzt werden. "Wasserstoff kann ein Baustein zur Klimaneutralität werden. Seine Herstellung ist aber sehr energieintensiv, weswegen wir Wasserstoff nur dort einsetzen wollen, wo man fossile Energieträger nicht durch Erneuerbare ersetzen kann, etwa im Schwerverkehr oder in der Industrie", sagte Gewessler. Wesentlich für die Wasserstoff-Strategie sei, "dass wir damit nicht Atomkraft und fossile Energie fördern und uns in neue Abhängigkeiten begeben". Gemeinsam mit erneuerbaren Energien könne man "als Klimaschutzvorreiter auch Technologien voranbringen", so Gewessler.

Das Klimaschutzministerium will bis Jahresende eine österreichische Wasserstoffstrategie erarbeiten. Für die Europäische Wasserstoffstrategie habe sich Österreich federführend mit anderen EU-Staaten des Pentalateralen Energieforums - eine Kooperation von Deutschland, Frankreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Österreich und der Schweiz - der langfristigen Vision von hundertprozentigem erneuerbarem Wasserstoff zur Dekarbonisierung des Energiesystems verschrieben. (apa/red)

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