Heizen

Fast jeder vierte Deutsche heizt noch mit Öl

Eine Abwrackprämie für Ölheizungen hat CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer einst vorgeschlagen. Doch das wird schwierig: Ölheizungen sind in Deutschland noch immer sehr beliebt - und blieben es in den letzten Jahren auch trotz der Diskussion um CO2-Emissionen.

Beim Heizen der Wohnung hat sich in deutschen Privathaushalten in den vergangenen Jahren nur wenig geändert. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, wurde 2018 in knapp jeder vierten Wohnung (23,5 Prozent) Öl für die Beheizung der Räume genutzt. Das sind um 2,3 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2014.

Auch für die Warmwasserversorgung kamen im vergangenen Jahr noch in 20 Prozent der Wohnungen Ölheizungen zum Einsatz.

Für ihre Auswertung analysierten die Statistiker die Daten zur Mikrozensus-Zusatzerhebung zur Wohnsituation in Deutschland. Demnach wurden 2018 deutschlandweit 8,7 Millionen von 36,9 Millionen Wohnungen mit Öl beheizt. Als Wohnungen gelten dem Bundesamt zufolge dabei bewohnte Wohnungen in Wohngebäuden, ohne Wohnheime oder überwiegend gewerblich genutzte Gebäude.

Relativ gering ist der Anteil im Nordwesten der Bundesrepublik und in den östlichen Bundesländern. Insbesondere in Teilen Bayerns, Hessens und der Region Trier in Rheinland-Pfalz ist die Verbreitung jedoch weitaus höher. Die Anteile der mit Öl beheizten Wohnungen variieren zwischen weniger als 10 und mehr als 50 Prozent.

In Neubauten spielen Ölheizungen allerdings nahezu keine Rolle mehr: In Wohngebäuden, die 2018 fertig gestellt wurden, lag der Anteil der Wohnungen mit installierter Ölheizung bei lediglich 0,6 Prozent.

Ab 2026 soll in Deutschland den Klimaschutzplänen der großen Koalition zufolge der Einbau neuer Ölheizungen in Gebäuden, in denen eine klimafreundlichere Wärmeerzeugung möglich ist, verboten werden. Der Wechsel soll mit einer Austauschprämie von bis zu 40 Prozent der Kosten gefördert werden. (APA/red)

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