Stromspeicher

Energy Harvesting: Mit der Umgebungsenergie den Handy-Akku laden

Forscher arbeiten aktuell an einem System, dass es möglich machen soll Akkus mit in Strom umgewandelter Energie aus der Umgebung aufzuladen. Welche Technologie dahinter steckt.

Die Geräte der Zukunft brauchen kein Ladegerät mehr - zumindest wenn es nach der Neutrino Energy Group geht.

Im Zeitalters des Homo electricus ist das Leben ohne Nutzung elektrischer Energie nicht mehr vorstellbar. Nun arbeiten Entwickler der Neutrino Energy Group an einer Technologie, die die Energieversorgung revolutionieren soll: Neutrino Energy Harvesting Systeme sollen herkömmliche Akkus eines Tages komplett ersetzen.

Das Internet der Dinge macht es möglich physische und virtuelle Gegenstände zu vernetzen und sie durch Informations- und Kommunikationstechnik zusammenarbeiten zu lassen. Die IoT-Geräte benötigen elektrische Energie, die nicht immer und überall verfügbar ist. Batterien, die regelmäßig aufgeladen oder ausgetauscht werden müssen, kommen als alleinige Stromquellen kaum in Frage.

Laden ohne Steckdose

Hier kommen die Neutrino Energy Harvesting Systeme ins Spiel: Sie sollen in der Lage sein, die Stromquellen anfangs zu ergänzen oder in absehbarer Zeit sogar vollständig zu ersetzen. Dabei geht es um einen Prozess, in dem kleine Mengen aus Energie, die in der unmittelbaren Umgebung zur Verfügung steht, in elektrischen Strom gewandelt wird. Diese Energie lässt sich direkt nutzen, aber auch in einem Akku oder Superkondensator so lange speichern, bis sie benötigt wird.

Energie lässt sich grundsätzlich aus vielen verschiedenen Quellen gewinnen, etwa aus Funkwellen, Schwingungen, Wärme oder Licht. Diese Quellen können natürlich oder künstlich sein. Anschließend werden sie durch Wandler in benötigten elektrischen Strom umgewandelt. Zusätzlich sorgen in der Regel ein Gleichrichter und Konditionierungsschaltkreise für die Optimierung der Energie-Umwandlung. Energy Harvesting Systeme wie auch die Neutrino Power Cubes nehmen Energie aus der Umgebung auf und wandeln diese in elektrischen Strom um. So können bereits heute Geräte mit geringem Strombedarf, etwa Sensoren oder Leuchtdioden, betrieben werden. Diese Systeme haben den Vorteil, dass sie sich mit einfacher Mathematik und Physik nach oben hin skalieren lassen. So sollen sie in Zukunft in der Lage sein, jedes Elektrogerät zu versorgen.

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