Energiewende

Energie-Trendmonitor: 86 Prozent der Österreicher verstehen Wetterextreme als Weckruf

Wetterextreme wie Schnee- und Dürrerekorde veranlassen Bürger dazu, ihr eigenes Verhalten klimafreundlicher zu gestalten. Als bedenklich erachtet wird vor allem der eigene Heizungskeller. Das sind Ergebnisse aus der Umfrage „Energie-Trendmonitor Österreich 2019“.

Energie Energiewende Stiebel Eltron Trendmonitor 2019

Die Energiewende beginnt für viele Österreicher im eigenen Heizungskeller.

Die Treibhausgas-Bilanz in Österreich zeigt einen alarmierenden Trend: Nach jüngsten Zahlen des Umweltbundesamts verzeichnete allein der Gebäudebereich im Jahr 2017 ein Plus klimaschädlicher Emmissionen von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Grund: Der ansteigende Einsatz erneuerbarer Energieträger konnte den Mehrverbrauch der klimaschädlichen fossilen Brennstoffe Heizöl (+3,1 Prozent) und Erdgas (+0,7 Prozent) nicht kompensieren. Im Gebäudesektor sind die privaten Haushalte mit einem Anteil von rund 73 Prozent der größte Verursacher von Emissionen.

© Stiebel Eltron

Die österreichischen Verbraucher zeigen sich angesichts steigender Treibhausgase durchaus selbstkritisch: Den Heizungskeller nennen laut Umfrage 82 Prozent als wichtigste Baustelle für die persönliche Energiewende. Laut Statistikamt Österreich werden landesweit immer noch rund 40 Prozent der Heizungssysteme mit Öl und Gas betrieben. Dabei sind 700.000 Ölheizungen im Einsatz. Ab 2020 sollen Ölheizungen im Neubau verboten sein. Bei den Bestandsbauten soll ab 2025 mit dem Ersatz begonnen werden.

Verbraucher fordern mehr Geld

"Unsere Studie zeigt, dass gut 90 Prozent der Österreicher auf klimafreundliche Heiztechnik umsteigen möchten", sagt Thomas Mader, Geschäftsführer des Haus- und Systemtechnikherstellers Stiebel Eltron. „Der Wechsel ist vielen jedoch zu teuer. Zwei Drittel der Verbraucher fordern starke staatliche Förderungen für den Wechsel auf klimafreundliche Heizsysteme wie beispielsweise die Wärmepumpentechnologie.“ Das Umweltbundesamt hat die Dringlichkeit bereits erkannt: Angesichts der aktuellen Treibhausgas-Bilanz mahnen die Umweltexperten zusätzliche Maßnahmen an, um die Klimaziele 2020 sicher erreichen zu können.

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