Nachhaltiges Verwaltungszentrum

Das ist das erste öffentliche Netto-Plusenergie-Gebäude, das mehr Energie erzeugt, als es verbraucht

Das Rathaus Freiburg ist nicht nur umgeben von Grün, sondern überzeugt auch selbst durch ein nachhaltiges Energiemanagement: Im Laufe eines Jahres produziert das Gebäude mehr Energie, als es verbraucht.

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© ingenhoven architects / HGEsch

Pionier-Projekt

Der Neubau des ersten Bauabschnitts des neuen Rathauses in Freiburg im Breisgau mit Verwaltungszentrum und Kindertagesstätte ist das erste öffentliche Gebäude im Netto-Plusenergie-Standard weltweit. Das im Rahmen der Rathauserweiterung für die Stadt Freiburg fertiggestellte Verwaltungszentrum ist Impulsgeber für eine städtebauliche und stadtgestalterische Aufwertung des Freiburger Stadtteils Stühlinger und die Vernetzung des Grüngürtels zwischen Eschholzpark und Universitätsklinikum.

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Pionier-Projekt

Der Neubau des ersten Bauabschnitts des neuen Rathauses in Freiburg im Breisgau mit Verwaltungszentrum und Kindertagesstätte ist das erste öffentliche Gebäude im Netto-Plusenergie-Standard weltweit. Das im Rahmen der Rathauserweiterung für die Stadt Freiburg fertiggestellte Verwaltungszentrum ist Impulsgeber für eine städtebauliche und stadtgestalterische Aufwertung des Freiburger Stadtteils Stühlinger und die Vernetzung des Grüngürtels zwischen Eschholzpark und Universitätsklinikum.

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Anspruchsvolles Design

Designed wurde der Gebäudekomplex von den Düsseldorfer Architekten bei Ingenhoven Architects. Das Architekturbüro zählt zu den Vorreitern der nachhaltigen Architektur und beschäftigt rund 100 Mitarbeiter. Der Neubau des Rathauses Freiburg von Ingenhoven Architects wurde nun im Rahmen des Balthasar Neumann Preises 2018 mit einer Auszeichnung bedacht.

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Geringer Verbrauch

Im Laufe eines Jahres erzeugt das Rathaus mehr Energie als es verbraucht –  die überschüssige Energie wird ins Stadtnetz eingespeist.
Im Einklang mit den strengen Kriterien des Passivhausstandards liegt der Primärenergiebedarf des Rathauses für Heizung, Kühlung, Belüftung und Warmwassererzeugung bei nur etwa 45 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr – das sind nur vierzig Prozent des Primärenergiebedarfs vergleichbarer moderner Bürogebäude.

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Nachhaltiges Konzept

Das Prinzip der Nachhaltigkeit findet sowohl im Gebäude als auch im Energiekonzept besondere Berücksichtigung. Es werden einfache technische Lösungen gewählt, die sich durch einen wirtschaftlichen Betrieb auszeichnen. Die für das Gebäude notwendige Energie wird thermisch über Saug- und Schluckbrunnen und Solarthermie im Zusammenhang mit Wärmepumpen und elektrisch über Photovoltaik auf dem Dach und an der Fassade erzeugt. Die Energie für die Kühlung und Heizung wird aus Erdwärme gewonnen. Die Heizung nutzt thermische Bauteilaktivierung und kann individuell pro Büro geregelt werden. Die mechanische Belüftung ist mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung ausgestattet.

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Angenehmes Arbeiten

Herzstück des sechsgeschossigen Neubaus, der einen Rathauspavillon aus den 60er Jahren ersetzt, ist das Bürgerservicezentrum im Erdgeschoss mit Konferenzräumen und Mitarbeiterrestaurant. Die darüberliegenden Geschosse mit geschlossenen Einzel- und Zweierbüros, großräumigen Teambüros mit offenen Arbeitsstrukturen, dienen den jeweiligen Ämtern der Stadtverwaltung. Die Grundrisse sind flexibel und reversibel dank variabler Systemtrennwände aus Glas.

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Solarenergie und Wärmedämmung

Visuell zeichnen sich beide Gebäude besonders durch ihre Lärchenholzfassaden aus lokalem Waldbestand aus. Beim Rathaus ist die Fassade aus versetzt angeordneten, senkrecht auskragenden Modulen mit Photovoltaikzellen und hochwertiger Wärmedämmung konstruiert. Die deckenhohen gläsernen Fassadenelemente erlauben eine optimale Tageslichtnutzung.

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Energiesparendes Raumklima

Das Raumklimakonzept der Büroräume mit den Komponenten Bauteilaktivierung, Heizkühlsegel, außenliegender Sonnenschutz, Dreifachverglasung und mechanische Grundlüftung mit Wärmerückgewinnung setzt das Energiekonzept energiesparend um. Öffenbare Lüftungspaneele geben dem Nutzer, bei entsprechenden thermischen Bedingungen, zusätzlich die Möglichkeit der Raumklimaverbesserung. Für die öffentlichen Bereiche wie Bürgerservicezentrum, Restaurant und Konferenzbereich erfüllen Heiz- und Kühldeckensystem und ebenfalls eine Teilklimaanlage mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung die komplexen Anforderungen an diese Bereiche.

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Durchdachte Raumtrennung

Die Beratungsplätze gliedern sich in vier große Rotunden, dessen Zentrum jeweils ein zylindrischer Rückzugraum bildet. Diese werden hierzu konzentrisch als bogensegmentförmige Schreibtische ausgebildet, die durch vertikale Akustikflächen getrennt werden. Zum Schutz der angrenzenden Beratungsplätze werden in der runden Formensprache der Rotunden 160 Zentimeter hohe Sichtschutzwände errichtet.