OMV errichtet Elektrolyseanlage in Bruck a. d. Leitha : Förderung für größtes grünes Wasserstoffprojekt in Österreich

Modell der Elektrolyseanlage der OMV zur Herstellung von Wasserstoff in Bruck an der Leitha.

Die OMV baut in Bruck an der Leitha eine 140 MW Elektrolyseanlage, die ab Ende 2027 jährlich bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff liefern soll.

- © STRABAG/ Siemens Energy/ OMV

Die OMV AG und Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) haben einen Fördervertrag für die geplante Anlage zur Herstellung von grünem Wasserstoff in Bruck an der Leitha (Niederösterreich) unterzeichnet, der eine Förderung von bis zu 123 Millionen Euro sicherstellt. Das Vorhaben wurde zuvor von der European Hydrogen Bank (EHB), der Europäischen Wasserstoffbank, positiv bewertet und für eine Förderung empfohlen. 
Alfred Stern, Vorstandsvorsitzender und CEO von OMV: „Die positive Bewertung durch die Europäische Wasserstoffbank und die daraus resultierende Förderung der Republik Österreich unserer Anlage für grünen Wasserstoff ist ein starkes Signal für die Zukunft der nachhaltigen Energieversorgung und für den Standort Österreich. Mit unserem Projekt setzen wir einen Meilenstein für die Energiewende in Europa und zeigen, wie OMV Innovation und Verantwortung vereint.“

Die neue Wasserstoff-Produktionsanlage

Der OMV-Konzern betreibt in der Raffinerie Schwechat in NÖ bereits seit April 2025 eine Produktionsanlage für grünen Wasserstoff mit einer Kapazität von bis zu 1.500 Tonnen/ Jahr (HLK berichtete darüber).
Im November 2025 haben OMV und Masdar ein Joint Venture für die Entwicklung und den Betrieb der neuen Elektrolyseanlage in Bruck an der Leitha gegründet
Die OMV AG investiert dabei einen mittleren dreistelligen Millionen Eurobetrag zur Errichtung der Wasserstoff-Produktionsanlage in Bruck an der Leitha/ Niederösterreich. Die 140 MW Elektrolyseanlage soll Ende 2027 in Betrieb gehen und dann zu den fünf größten in Europa zählen. OMV will dort dann jährlich bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff mit erneuerbarer Energie aus Wind- und Solarenergie sowie Wasserkraft produzieren - das entspricht einer Einsparung von bis zu 150.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Dieser grüne Wasserstoff kann in weiterer Folge zur Herstellung von SAF (Sustainable Aviation Fuel), erneuerbarem Dieselkraftstoff (HVO) oder für erneuerbare Chemikalien bzw. Kunststoffe verwendet werden. 
Durch eine lokale Erzeugung von grünem Wasserstoff leistet diese Anlage, die über eine 22 Kilometer lange Pipeline direkt mit der OMV Raffinerie Schwechat verbunden ist, einen maßgeblichen Beitrag zu unserer Dekarbonisierung,“ kommentiert Martijn van Koten, OMV Executive Vice President, Fuels und Chemicals.