2-Jahres-Abschluss für Entlohnung im Metallgewerbe vereinbart : Angestellten-KV für Elektro- und Installateur-Gewerbe abgeschlossen

Euro Geldscheine und eine Mini-Kröte in einer Hand

2026 und 2027 gibt es mehr „Kröten“ für das Geldbörsel der Angestellten (m/w/d) im Metallgewerbe - angesichts der schwierigen Marktsituation fiel das Lohnplus mit 1,8 % bei IST-Löhnen (wie beim Arbeiter-KV) maßvoll aus.

- © HLK/ E. Herrmann

Am 24.10.2025 wurde ein neuer Kollektivvertrag (KV) für Arbeiter (m/w/d) im Metallgewerbe in Österreich abgeschlossen, der für 2026 und 2027 gilt (HLK berichtet hier darüber). 
Am 29.10.2025 konnten sich Manfred Denk (Installateur, Verhandlungsleiter und Obmann der Bundessparte Gewerbe und Handwerk), sein Team, und die Sozialpartner schon am ersten Verhandlungstag auf die Bedingungen beim Angestellten-Kollektivvertrag im Metallgewerbe für 2026 und 2027 einigen. Der gilt für rund 98.000 Angestellte in 50.000 Arbeitgeberunternehmen.
Manfred Denk: „Es ist ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung des Wirtschaftsstandorts. Unsere Betriebe stehen weiterhin unter hohem Druck: Energiepreise, Inflation und internationale Konkurrenz belasten die Wettbewerbsfähigkeit stark. In dieser Situation braucht es Verlässlichkeit statt zusätzlicher Kostenrisiken. Mit diesem Abschluss erhalten unsere Betriebe die notwendige Kostentransparenz, um weiter investieren, produzieren und Arbeitsplätze sichern zu können.“

Infos zum Angestellten-KV für 2026 und 2027

Die Laufzeit des Abschlusses für Angestellte im Metallgewerbe beträgt zwei Jahre, mit Gültigkeit ab 1. Jänner 2026. Die IST-Gehälter steigen sowohl im ersten Jahr (2026) als auch im zweiten Jahr (2027) um 1,8 %, mit einer Deckelung im Jahr 2026 von 95 Euro pro Monat und 2027 von 100 Euro pro Monat. 
Die KV-Gehälter steigen im ersten Jahr (2026) um 2,2 % mit einer Deckelung von 95 Euro monatlich. Im zweiten Jahr (2027) werden die KV-Gehälter um 2,0 % erhöht
Die Lehrlingseinkommen werden 2026 um 2,2 % und im Jahr 2027 um 2,0 % steigen. Die rollierende Inflation, die den Verhandlungen zugrunde gelegt wurde, betrug 2,82 %.

Handlungsfähigkeit erhalten

Der Bundesinnungsmeister der Installateur:innen, Anton Berger, erkennt in den erzielten Verhandlungsergebnissen für die Kollektivverträge für Arbeiter und Angestellte eine gute Basis, damit die österreichischen Gewerbebetriebe der Sanitär- Heizungs- und Lüftungstechnik ihre Handlungsfähigkeit erhalten können. 
Anton Berger: „Die heutigen Zeiten sind für unsere Mitglieder nicht einfach. Eine unberechenbar gewordene Wirtschaft wegen oft schwer einschätzbaren oder unerwarteten Herausforderungen soll nicht noch von unstemmbaren Personalkosten getoppt werden. Das Verhandlungsergebnis stellt für die Verhandlungsgemeinschaften der Sozialpartnerinnen und Sozialpartner einen soliden Kompromiss dar und sichert Arbeitsplätze in Österreich.“

Sozialpartnerschaft mit Handschlagqualität

Die Verhandlung für den Kollektivvertrag für Angestellte an nur einem Tag mit einem tragbaren Ergebnis abzuschließen, zeichnet die bewährte Arbeitsweise der Sozialpartnerinnen und Sozialpartner aus. Wir haben ein konstruktives Gesprächsklima, was sehr erfreulich ist. Beide Seiten zeigen sich ergebnisorientiert und respektvoll. Einen Kollektivvertrag gleich für zwei Jahre abzuschließen, beweist das umso mehr. Ich danke unserem Verhandlungsleiter, dass er zu diesem positiven Verhandlungsklima entscheidend beigetragen und einem guten Abschluss den Weg bereitet hat. Für die Bedürfnisse unserer Mitglieder hat Manfred immer ein offenes Ohr und beweist sich stets als Teamplayer“, zeigt sich auch Christian Bräuer, Bundesinnungsmeister der Elektrotechniker, mit den Verhandlungen zufrieden.

1 x wöchentlich kompakt Meldungen aus der HLK-Branche - abonnieren Sie doch unseren kostenlosen HLK-Newsletter!
Hier geht es zur Anmeldung