Im Ranking knapp hinter Niederösterreich liegen Wien, Oberösterreich und Kärnten, etwas abgeschlagen folgt dann Tirol, das mit 31 Prozent den mit Abstand höchsten Anteil an Ölheizungen unter allen Bundesländern hat. Die Schlusslichter im „Wohnbaucheck 2018“ bilden diesmal das Burgenland und die Steiermark. Dort verläuft die Energiewende im Wärmebereich deutlich langsamer als notwendig. Erfreulich ist für Global 2000, dass es in den letzten zehn Jahren gelungen ist, den Anteil von Ölheizungen um etwa ein Drittel zu reduzieren. Am stärksten waren dabei die Rückgänge in Vorarlberg, Salzburg und Wien. Rückläufige, aber etwas schwächere Trends gibt es in allen anderen Bundesländern.
Was politische Maßnahmen betrifft, hat nun neben Niederösterreich auch Wien angekündigt, Ölheizungen im Neubau zu verbieten. In allen Bundesländern ist ein weitgehender Ausstieg bis 2030 noch in Reichweite, wenn jetzt entschiedene politische Maßnahmen gesetzt werden. Dies ist vor allem deshalb notwendig, weil die Mineralölindustrie nach wie vor den Einbau von Ölheizungen fördert und damit die Klimastrategien der Bundesländer konterkariert. Bei Heizöl sind die Preisschwankungen zudem besonders hoch. Klettern die Ölpreise wieder auf ein Niveau, wie dies vor einigen Jahren geschah, werden bis zu 1.800 Euro pro Jahr an Mehrkosten bei einem unsanierten Einfamilienhaus anfallen. „Es braucht einen sofortigen Einbaustopp von Ölheizungen in Neubau und Sanierung sowie attraktive Umstiegsangebote, damit ein rascher Ausstieg bis 2030 gelingen kann. Das bringt auch für die KonsumentInnen Vorteile, weil erneuerbare Energien im Vergleich zu Heizöl sehr preisstabil sind“, erklärt Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von Global 2000.