Heizbedarf

Warmer Winter drückte Wärmebedarf

Der Fernwärmeverbrauch liegt in der bisherigen Heizsaison zehn Prozent unter dem Langfrist-Durchschnitt. Eine Heizkostenprognose ist laut Wien Energie derzeit noch nicht möglich.

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Eine Heizkostenprognose ist der Wien Energie bei diesem ungewöhnlichen Winter noch nicht möglich.

Der bis dato warme Winter drückte den Wärmebedarf bei der Wien Energie. In der bisherigen Heizsaison seit Anfang Oktober haben die Kunden um zehn Prozent weniger Fernwärme verbraucht als im langjährigen Durchschnitt und um 3,3 Prozent weniger als im schon überdurchschnittlich warmen Winter 2018/19, zieht die Wien Energie eine erste Zwischenbilanz.

Eine Prognose für die Heizkosten im heurigen Winter könne man noch nicht treffen, denn die offizielle Heizsaison dauert noch bis März, so Wien Energie zur APA. Abgerechnet werde zum Schluss. 2017/18 habe mit einem sehr kalten Februar und März gezeigt, dass diese Monate die ganze Bilanz noch einmal auf den Kopf stellen könnten. Im Vorjahr habe sogar im Mai ein Kälteeinbruch noch Heizwerte wie im Winter gebracht.

Warme Weihnachtszeit

Ausschlaggebend für den niedrigeren Heizbedarf in der bisherigen Heizsaison 2019/20 waren laut Wien Energie vor allem der warme November und Dezember. Seit Anfang Oktober liege die Durchschnittstemperatur um 1,5 Grad über dem 30-jährigen Schnitt. Im Jänner lag die Durchschnittstemperatur im langjährigen Durchschnitt von einem Grad. Damit sei auch durchschnittlich geheizt worden, so die Wien Energie. Der Bedarf sei nur um 0,2 Prozent niedriger als im langjährigen Schnitt, aber um 4,6 Prozent niedriger als im Jänner 2019.

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Den historischen Heizrekordwert gab es in Wien übrigens am 1. März 2018 mit einer Fernwärme-Leistungsspitze von 2.414 Megawatt. In der laufenden Heizperiode wurde die bisher höchste Erzeugungsleistung am 7. Jänner mit 1.770 Megawatt bei minus 4,5 Grad Celsius registriert. Die Wien Energie, eine Tochtergesellschaft der Wiener Stadtwerke, versorgt mehr als 400.000 Haushalte und 7.100 Großkunden mit Fernwärme. (APA/Red)

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