Heizen

Starker Absatzrückgang bei Heizkesseln

Der österreichische Heizkessel-Markt schrumpft. 2018 hat er sich um rund ein Prozent reduziert. Schuld daran sollen die Wärmepumpen sein.

Während der Heizkessel-Bedarf immer weiter sinkt, nimmt die Nachfrage nach der Wärmepumpe stark zu.

Die Herstellerumsätze mit traditionellen Heizkesseln für fossile Brennstoffe und Biomasse sind in diesem Jahr um rund ein Prozent auf 222 Millionen Euro gesunken. Gleichzeitig legt der Wärmepumpen-Markt stark zu: Mehr als vier Prozent konnte er 2018 wachsen und liegt nun bei 133,8 Millionen Euro. Das zeigen die aktuellen Berechnungen des Marktanalysten Branchenradar.

Wärmepumpen werden beliebter

Wärmepumpen produzieren Warmwasser und Wärme völlig emissionsfrei und machen den Nutzer unabhängig von Öl-, Gas- und Holzpreisen. Vor allem die Koppelung mit einer eigenen Photovoltaikanlage bietet dem Nutzer vollkommene Flexibilität und Freiheit. Außerdem sind Wärmepumpen außerordentlich platzsparend, da keine Lagerstätte für den Brennstoff benötigt wird. Die Wärmepumpe wird außerdem meist im Außenbereich installiert, wodurch im Gebäude noch mehr Platz gespart wird. 

Während Wärmepumpen-Anbieter sich über das Plus erfreuen, steht der Heizkessel-Markt immer mehr unter Druck. Am deutlichsten ist der Rückgang der Nachfrage bei Ölheizkesseln. 2018 schrumpfen die Herstellererlöse um rund neun Prozent gegenüber Vorjahr. Seit 2015 hat der Markt für Heizkessel insgesamt rund ein Viertel seines Volumens verloren.

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