Feinstaub-Böller

So viel Feinstaubbelastung entsteht durch Silvesterraketen

Es ist eine Tradition mit Folgen: Das Silvesterfeuerwerk. Auf ein Funkenspektakel folgen vielerorts eine dichte Nebeldecke und erhöhte Feinstaubbelastungen. Welche Stadt am stärksten betroffen war.

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Am Silvesterabend zaubern Feuerwerkskörper ein magisches Funkenkunstwerk in den Himmel und lassen Jung und Alt staunen. Das Feuerwerk soll böse Geister vertreiben und damit für einen guten Start ins neue Jahr sorgen. Am nächsten Morgen findet man statt Zauber jedoch nur noch verschmutzte Straßen und dicke Luft vor.

Neujahr in Deutschland

In Deutschland werden jährlich rund 150 Millionen Euro in die Luft geschossen. Gleichzeitig steigt die Feinstaubbelastung vielerorts so hoch wie sonst im ganzen Jahr nicht. Laut Umweltbundesamt werden durch die Feuerwerkskörper rund 4.500 Tonnen Feinstaub freigesetzt - das entspricht etwa 15,5 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge. Das belastet nicht nur die Umwelt, sondern auch die Atemwege. Durch das Einatmen von Feinstaub können die Atemwege vorübergehend beeinträchtigt werden, was vor allem für Asthmatiker gefährlich ist.

Feinstaubbelastung in Österreich

Auch in Österreich stiegen die Feinstaub-Werte zu in der Nacht auf 1. Jänner 2019 stark an. Die Höchstwerte wurden in Wien mit 415 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen - der Grenzwert liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter. Die niedrigste Feinstaubbelastung gab es im Salzburger Tamsweg. Bereits um 1.30 lag der Wert hier wieder bei zwei Mikrogramm pro Kubikmeter. Grund dafür waren die günstigen Wetterverhältnisse. Starker Wind und Regen sorgen dafür, dass das Schwarzpulver schneller verteilt und somit abtransportiert ist. In Wien lag die Feinstaubkonzentration um vier Uhr wieder unter dem Grenzwert. 

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