FCKW-VERBOT BEGINNT ZU WIRKEN

Ozonloch heilt zu

Das Montreal-Protokoll wirkt. Der Verzicht auf Fluor-Chlor-Kohlen-Wasserstoffe (FCKW) zeigt ein erfreuliches Zwischenergebnis – die schützende Ozonschicht der Erde regeneriert sich wieder.

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Erfreuliches Ergebnis des FCKW-Verbotes

(FCKW: Fluor-Chlor-Kohlen-Wasserstoffe) in Sprays,

Kühlschränken und Kältemitteln durch das

Montreal-Protokoll – die Ozonschicht der Erde regeneriert sich.

Bild: ESA/NASA

Vor rund 30 Jahren wurde von Wissenschaftern auf die Gefahr hingewiesen, dass durch Fluor-Chlor-Kohlen-Wasserstoffe (FCKW), wie sie z. B. in Sprays, Kühlschränken und Kältemitteln verwendet wurden, die schützende Ozonschicht der Erde angegriffen wird. Strahlenschäden droh(t)en.

1987 trat das Montreal-Protokoll in Kraft, bei dem sich praktisch alle Länder der Welt dazu verpflichteten, auf die Verwendung von FCKWs zu verzichten. Dank dieser Maßnahme gibt es jetzt eine erfreuliche Wende und Erfolgsmeldung: Die Ozonschicht über der Antarktis erholt sich langsam, haben Forscher festgestellt.

Die Studie des Forscherteams um Susan Solomon vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge zeigt konkret: Seit seiner größten Ausdehnung im Jahr 2000 ist die Größe des Ozonlochs im Monat September um mehr als vier Millionen km² zurückgegangen. Dies entspricht etwa der Hälfte der Fläche der USA. „Es zeichnet sich ab, dass die Reaktion der Menschheit den Planeten auf einen Weg der Heilung gebracht hat", sagt Solomon.

Solomon und ihre Kollegen konnten zudem nachweisen, dass die Wirkung von Vulkanausbrüchen die Erholung in manchen Phasen etwas verlangsamt hat.

Die „Wunde der Atmosphäre“ wird allerdings noch einige Zeit immer wieder aufreißen. Der Grund: Ozon ist nicht nur empfindlich gegenüber FCKWs, auch bestimmte Temperaturen und Sonneneinstrahlung sowie Schwefeldioxid- Emissionen von Vulkanen können ebenfalls zum Ozonabbau führen.

Auch wenn Vulkanausbrüche für kurzfristige Schwankungen der Ozonschicht bewirken können – am Erholungstrend ändere dies nichts, so die ForscherInnen, da der Chlorgehalt in der Atmosphäre weiter sinkt. Die Prognose von Solomon und ihren Kollegen lautet deshalb: In der Mitte des Jahrhunderts könnte das Ozonloch über der Antarktis ganz verschwunden sein.

Die Studie „Emergence of healing in the Antarctic ozone layer“ (von Susan Solomon, Diane J. Ivy, Doug Kinnison, Michael J. Mills, Ryan R. Neely, Anja Schmidt) erschienen im Science Journal und in „Bild der Wissenschaft“ im Juli 2016.