Offshore-Windkraft

Europaweiter Ausbau der Offshore-Windkraftwerke geht zurück

2018 war keine gutes Jahr für die europäische Windbranche am Meer. Der Ausbau von Offshore-Anlagen ging in ganz Europa stark zurück. Woran das liegt und was Österreich mit Windrädern im Meer zu tun hat.

Der Offshore-Windkraftausbau lässt nach.

Laut dem europäischen Dachverband WindEurope brach der europäische Windkraftausbau am Meer im vergangenen Jahr um 16 Prozent ein. In Summe steht in elf Ländern Europas eine installierte Offshore-Windkraftleistung von 18.499 Megawatt. „Beim Windkraftausbau am Meer haben die europäischen Staaten offenbar die Handbremse angezogen und verspielen gerade den erarbeiteten Vorsprung im internationalen Wettbewerb“, bemerkt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft. „Dies ist auch aus österreichischer Sicht sehr schade, sind doch Zulieferfirmen aus Österreich federführend mit ihren Produkten am Windkraftausbau am Meer beteiligt.“

Österreich gewinnt an Offshore-Projekten

In einem Viertel der 2018 installierten Offshore-Windrädern steckt eine Kupplung der Firma Geislinger, die in Bad St. Leonhard in Kärnten produziert werden. Diese Kupplung ist fixer Bestandteil des größten Windrades der Welt. Diese Windräder von MHI Vestas, einem Joint Venture zwischen Vestas und Mitsubishi, haben eine Leistung von acht bis zehn Megawatt und halten den Weltrekord der Stromerzeugung. Nach Unternehmensangaben wurden bis Ende 2018 Windparks mit einer Gesamtleistung von 2.000 Megawatt installiert. Für das Jahr 2019 liegen Aufträge mit einer Gesamtleistung von 1.200 Megawatt vor. Auch der Linzer Generatoren-Anbieter Elin und der Salzburger Kranhersteller Palfinger profitieren von den Windkraftanlagen im Ausland. Nahezu alle Anwendungsgebiete für Offshore Servicekrane wie Gondel und Plattform als auch Krane für Umspannstationen werden von Palfinger abgedeckt. 

Verwandte tecfindr-Einträge