17. Supermarkt-Symposium von BIV und VDKF : Die Zukunft der Kälte- und Klimatechnik im Fokus
Referenten des 17. Supermarkt-Symposiums in Darmstadt mit den Verantwortlichen von BIV und VDKF.
- © BIV/VDKFDie gemeinsame Veranstaltung des Bundesinnungsverbands des Deutschen Kälteanlagenbauerhandwerks (BIV) und des Verbands Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe (VDKF) Ende Juni 2026 stand unter dem Leitthema „Der Supermarkt der Zukunft“. 13 Fachvorträge gaben einen umfassenden Überblick zu den aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen in der Kälte- und Klimatechnik für den Lebensmittel-Einzelhandel.
Die außergewöhnlich hohen Außentemperaturen am Veranstaltungstag (+36° C) unterstrichen eindrucksvoll die zentrale Bedeutung leistungsfähiger, sicherer und energieeffizienter Kälte- und Klimasysteme. Entsprechend groß war das Interesse der Teilnehmer an den praxisnahen Vorträgen und Diskussionen. Von vielen Seiten wurde sowohl die professionelle Organisation als auch die hohe fachliche Qualität des Programms ausdrücklich gelobt.
Orientierung und Impulse
Das Supermarkt-Symposium hat sich in den vergangenen Jahren als führende Plattform für den Austausch zwischen Handel, Industrie, Planern und Fachhandwerk etabliert. Gerade in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen – geprägt durch steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Digitalisierung und Betriebssicherheit – bietet die Veranstaltung wertvolle Orientierung und konkrete Impulse für strategische Entscheidungen.
Ein zentraler Schwerpunkt war die Frage, wie der Supermarkt der Zukunft technisch, wirtschaftlich und regulatorisch gestaltet werden kann. Dabei spielten natürliche Kältemittel eine wichtige Rolle. Mehrere Vorträge beschäftigten sich mit aktuellen Entwicklungen beim Einsatz von CO₂ und Kohlenwasserstoffen sowie mit den damit verbundenen Chancen und Herausforderungen in Neu- und Bestandsanlagen. Auch Aspekte der Risiko- und Effizienzbewertung sowie praktische Erfahrungen aus realisierten Projekten wurden beleuchtet.
Regulatorische Rahmenbedingungen
Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die regulatorischen Rahmenbedingungen. Die Auswirkungen der europäischen F-Gase-Verordnung sowie der Chemikalien-Klimaschutzverordnung auf die Zertifizierungsvorgaben für den Umgang mit Kältemitteln wurden ebenso diskutiert wie neue Anforderungen an die Cybersicherheit. Vor dem Hintergrund der NIS2-Richtlinie und des Cyber Resilience Act wurde deutlich, dass Kälteanlagen zunehmend Bestandteil kritischer digitaler Infrastrukturen werden.
Großes Interesse fanden zudem Praxisberichte zu ganzheitlichen Klimatisierungskonzepten, Waterloop-Systemen, Wärmerückgewinnung aus CO₂-Kälteanlagen sowie intelligente Lösungen zur bedarfsgerechten Kühlung von Kühlräumen. Ergänzt wurde das Programm durch Erfahrungsberichte aus dem Supermarktbetrieb, Sicherheitsaspekte sowie einen Ausblick auf künftige Fördermöglichkeiten für Kälteanlagen und Effizienzmaßnahmen.
Was die Zukunft prägen könnte/ wird
Das 17. Supermarkt-Symposium zeigte, dass die Branche bereits heute an den Lösungen für morgen arbeitet. Energieeffizienz, Versorgungssicherheit, Digitalisierung und der Einsatz natürlicher Kältemittel werden die Entwicklung des Lebensmitteleinzelhandels in den kommenden Jahren maßgeblich prägen. Die Veranstaltung machte aber auch deutlich: Die Kälte- und Klimatechnik ist längst weit mehr als reine Kühlung – sie wird zunehmend zum essenziellen Baustein eines nachhaltigen, wirtschaftlichen und zukunftsfähigen Supermarktes.
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