Verband Wärmepumpe Austria | Generalversammlung 2026 : Von Förderprogrammen unabhängiger werden
Die Generalversammlung des Verbandes Wärmepumpe Austria 2026 ging beim Verbandsmitglied Windhager-BHT in Seekirchen/ Salzburg über die Bühne.
- © Wärmepumpe AustriaDie Generalversammlung des Verbandes Wärmepumpe Austria fand am 18. Juni 2026 beim Verbandsmitglied Windhager – BHT in Salzburg statt. Mehr als 100 Vertreter (m/w/d) der heimischen Wärmepumpen-Branche aus ganz Österreich folgten der Einladung nach Seekirchen.
Andreas Weißenbacher, CEO der BWT Holding GmbH, begrüßte die Mitglieder des Verbands sehr herzlich und betonte, dass die Wärmepumpentechnologien eine zentrale Voraussetzung für das Gelingen der Wärmewende ist.
Studie: Netzdienliche Wärmepumpe der Zukunft
In einem Fachvortrag wurden die Ergebnisse der vom Verband Wärmepumpe Austria beauftragten Studie „Netzdienliche Wärmepumpe der Zukunft“, die Qualitätsanforderungen bei Wärmepumpen-Installationen sowie die Herausforderungen des Generationenwechsels bzw. der Fachkräftesicherung thematisiert, vorgestellt.
Die Studie zeigt, dass der gesamte Wärmesektor bis 2040 von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Systeme (wie u. a. die Wärmepumpe) umgestellt werden muss, um die nationalen Klimaziele zu erreichen. Laut den Berechnungen der Studie werden bis 2040 rund 1,3 Mio. zusätzliche Wärmepumpen benötigt, darunter mehr als eine Million Heizungswärmepumpen. Dies entspricht einem jährlichen Einbau von etwa 60.000 Heizungswärmepumpen.
Dies würde einen enormen Wachstumsmotor für Wirtschaft und Gesellschaft bedeuten und eine hohe regionale Wertschöpfung sowie die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in den Regionen ermöglichen. Durch den Austausch von Heizkesseln könnten rund 19 Terawattstunden Erdgas und Heizöl ersetzt, die Energieunabhängigkeit Österreichs gestärkt und mehrere Millionen Tonnen CO₂ eingespart werden. Darüber hinaus könnten volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von bis zu zwei Milliarden Euro jährlich vermieden werden, die bei einer Verfehlung der europäischen Klimaziele durch den Kauf zusätzlicher Emissionszertifikate entstehen würden.
Unabhängiger von Förderprogrammen werden: Marketinginitiative
Im weiteren Verlauf führte Wärmepumpe Austria Präsident Richard Freimüller durch die Generalversammlung, zog Bilanz über die Aktivitäten der Jahre 2025 und 2026. Auch Einblicke in die aktuelle Situation des rückläufigen Marktes und die Auswirkungen des bald ausgeschöpften Förderbudgets 2026 für den Kesseltausch wurde gegeben.
„Die Branche muss langfristig von Förderprogrammen unabhängig werden. Es muss uns gelingen, die zahlreichen Vorteile der Technologie noch stärker im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern und die Wärmepumpe als wirtschaftlich attraktive, zukunftssichere und nachhaltige Lösung zu positionieren“, erklärte Richard Freimüller.
Aus diesem Grund möchten der Verband und die Mitglieder eine gemeinsam abgestimmte Marketinginitiative erarbeiten. Das Ziel ist klar: Mit unterschiedlichen Werbemaßnahmen sollen die vielfältigen Vorteile einer Wärmepumpe verständlich und nachvollziehbar vermittelt werden. Im Mittelpunkt sollen dabei jene Nutzen stehen, die für die Menschen besonders relevant sind (z.B. Heizung, Kühlung und Warmwasser mit nur einer Technologie, Senkung der Betriebs- und Energiekosten, Nutzung kostenlos verfügbarer Umweltenergie und PV-Strom).
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