Herbstgutachten 2025 des BTGA für Deutschland : Marktausblick im Nichtwohnbau
Die deutsche Bauwirtschaft und damit auch die Unternehmen der Gebäudetechnik befinden sich aktuell in einer herausfordernden Phase, wie der BTGA im Herbstgutachten 2025 „Marktausblick Nichtwohnbau Deutschland“ festhält.
- © www.btga.de/Herbstgutachten 2025Der deutsche Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e. V. (BTGA) erstellt regelmäßig ein Frühjahrs- und ein Herbstgutachten zur wirtschaftlichen Situation und Entwicklung der Branche der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA). Denn der BTGA vertritt die industriell ausgerichteten Unternehmen der Gebäudetechnik, die mit einem Jahresumsatz von rund 90 Milliarden Euro und rund 45.000 Beschäftigten ein bedeutender Akteur in der Bauwirtschaft in Deutschland sind. In der Gebäudetechnik kommt eine Vielzahl von Disziplinen zusammen: Von der Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, Sanitär- und Elektrotechnik bis zur Regelungstechnik und Gebäudeautomation. Die Gebäudeausrüstung-Branche nimmt somit einen wichtigen Platz sowohl im deutschen Wirtschaftssystem als auch beim Klimaschutz ein.
BTGA-Herbstgutachten 2025: Schwieriges Jahr für den Neubau
Der BTGA (Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e.V.) hat am 11. Dezember 2025 die Ergebnisse seines Herbstgutachtens 2025 „Marktausblick Nichtwohnbau Deutschland“ vorgestellt. Die Prognosen für den Nichtwohnbau und den großvolumigen Wohnungsbau von BTGA und der B+L Marktdaten GmbH deuten darauf hin, dass 2025 das schwierigste Jahr der aktuellen Neubaukrise für die Unternehmen der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) in Deutschland sein wird. Der Neubau in den Segmenten „großvolumiger Wohnungsbau“ und „Nichtwohnbau“ wird voraussichtlich erst 2027 wieder an Fahrt aufnehmen. Für das Jahr 2026 erwarten jedoch viele TGA-Fachbetriebe eine leicht positive Entwicklung der Auftragslage. Das dürfte vor allem auf den Rückgang der stornierten Aufträge und eine optimistischere Einschätzung der Planungssicherheit zurückzuführen sein.
Nichtwohnbau essenziell
Für die Unternehmen der Technischen Gebäudeausrüstung zählen der Nichtwohnbau und der großvolumige Wohnungsbau zu den wichtigsten Tätigkeitsfeldern. Die Konjunktur im Nichtwohnbau und großvolumigen Wohnungsbau hat im Jahr 2025 in Deutschland einen historischen Tiefpunkt erreicht: Die Neubauflächen im Nichtwohnbau und im großgeschoßigen Wohnungsbau sind weiterhin stark rückläufig und setzten den negativen Trend der Jahre 2023 und 2024 fort. Zwar zeigte der Bereich „Sanierung, Wartung und Instandhaltung“ im Jahr 2025 eine leichte Erholung, doch konnte dieser Anstieg den dramatischen Rückgang im Neubau nicht ausgleichen.
Im Bereich der energetischen Sanierung gewinnt das serielle Sanieren zunehmend an Bedeutung: Die Anzahl entsprechender Projekte wird bis 2030 erheblich steigen - von rund 600 Wohneinheiten im Jahr 2025 auf ein Vielfaches des aktuellen Niveaus. Auch im Nichtwohnbau wurden bereits erste serielle Sanierungsprojekte erfolgreich umgesetzt. Besonders bei Großprojekten und Quartierssanierungen ergeben sich für die TGA-Fachbetriebe relevante Potenziale.
Der Nichtwohnbau (Industrie-Hallen, Lager-/Kühlhäuser, Büros, Hotels, Gesundheit,..) spielt auch eine wichtige Rolle auf dem Weg zu einem klimaneutralen Gebäudebestand. Denn der Endenergieverbrauch für Raumwärme, Warmwasser, Klimakälte und Beleuchtung lag im Jahr 2023 im Nichtwohnbau bei mehr als 300 TWh und entsprach damit 13,8 % des gesamten Endenergieverbrauchs in Deutschland. Wie eine Befragung der B+L aus August 2025 gezeigt hat, gewinnen Themen wie Hitzeschutz und Klimatisierung im Nichtwohnbau zunehmend an Bedeutung. Eigentümer und Gebäudenutzer werden hier zukünftig stärker investieren müssen.
Das Herbstgutachten 2025 „Marktausblick Nichtwohnbau Deutschland“ kann unter www.btga.de > Positionen > Frühjahrs-/Herbstgutachten > BTGA-Herbstgutachten 2025 - Marktausblick Nichtwohnbau Deutschland als PDF runtergeladen werden.