Haushalts- und Gewerbekunden zu Gasnetzen befragt : Erneut Spitzenwerte bei der Kundenzufriedenheit
Österreichs Gasnetzbetreiber erhielten 2025 Bestnoten in allen drei bewerteten Bereichen (Angabe in Schulnoten, innerhalb des Barometers) und verbesserten ihre Werte erneut im Vergleich zum Vorjahr (Angabe am Rand des Barometers).
- © HLK-E.Herrmann/ ÖVGWDie österreichische Gaswirtschaft befindet sich derzeit in einer Phase intensiver Veränderungen. Nachfrage, Regulierung und technologische Entwicklungen stellen diese Branche vor neue Anforderungen. Gerade deshalb kommt den Ergebnissen der aktuellen Kundenzufriedenheitsstudie der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) besondere Bedeutung zu. Dazu wurden im Auftrag der ÖVGW 2.239 Haushalts- und Gewerbekunden aus Gas-Netzgebieten in ganz Österreich (zwischen Juli und September 2025) telefonisch befragt.
Die Ergebnisse zeigen, dass Österreichs Gasnetzbetreiber ihre hohe Service- und Versorgungsqualität auch heuer halten und sogar weiter steigern konnten – trotz herausfordernder Rahmenbedingungen. „Diese Ergebnisse zeigen, dass sich die Menschen in Österreich auch in bewegten Zeiten auf ihre Gasversorgung verlassen können. Wir arbeiten jeden Tag daran, dieses Vertrauen in uns weiter zu stärken“, betont Stefan Wagenhofer, Präsident der ÖVGW. Die Studie unterstreicht: Zuverlässigkeit (Schulnote 1,30), Sicherheit (Schulnote 1,37) und Qualität (Schulnote 1,42) bleiben stabile und hohe Konstanten der Gasnetzbetreiber in einer sich wandelnden Energielandschaft.
Zuverlässigkeit als Konstante in bewegten Zeiten
In einem Umfeld, in dem Energiepolitiken neu justiert und Märkte laufend umgebaut werden, bleibt die Versorgungssicherheit ein entscheidender Faktor. geben insbesondere der hohen Verfügbarkeit der Gasversorgung gute Bewertungen (Schulnote 1,22).
Hinzu kommen die technischen Fähigkeiten und die Einsatzbereitschaft der Mitarbeitenden: Ob Zählerablesung, Terminvereinbarung oder Wartung – die Zufriedenheit stieg erneut. Selbst bei der Meldung eines Gasgebrechens, wo die Bewertungen am kritischsten ausfallen, zeigt sich ein insgesamt positives Bild: Der Wert bleibt klar im guten Bereich und verbesserte sich Schritt für Schritt weiter (Schulnote 1,59).
Stefan Wagenhofer: „Hinter diesen Spitzenwerten stehen tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die täglich dafür sorgen, dass Österreichs Gasinfrastruktur zuverlässig funktioniert. Eine Leistung, die man in Zeiten großer Veränderungen nicht hoch genug schätzen kann.“
Wo Wissen noch fehlt: Grünes Gas
Die Qualität der Netzbetreiber überzeugt zwar, aber beim Thema Grünes Gas besteht jedoch weiterhin Aufklärungsbedarf. Zwar weiß die Hälfte der Befragten, dass bereits heute erneuerbare Gase im Netz vorhanden sind, tatsächlich genutzt werden sie jedoch selten (von 12 % der Befragten). Gründe dafür sind vor allem Informationslücken: Viele Menschen kennen die vorhandenen Angebote nicht gut genug oder interessieren sich weniger für das Thema.
Positiv ist jedoch, dass die meisten Befragten Grünes Gas mit Nachhaltigkeit verbinden und Biogas oder Biomethan als klimafreundliche Alternative erkennen. Die Zahlen zeigen, dass die Akzeptanz grundsätzlich hoch ist, das Wissen müsste jedoch noch erweitert werden.
Sinkende Serviceanfragen im laufenden Jahr
Ein interessanter Trend setzt sich fort: Nur noch 16 % der Kunden (m/w/d) wenden sich an die Servicezentralen. Dies kann laut ÖVGW darauf hindeuten, dass Abläufe transparenter werden, digitale Services gut funktionieren und Kunden (m/w/d) weniger Erklärungsbedarf haben. Wenn dennoch Fragen auftreten, beispielsweise zu Wartung, Anmeldung oder Abrechnung, zeigen die Zufriedenheitswerte (Schulnote 2,03), dass die Antworten der Netzbetreiber weitestgehend überzeugen.