Förderung des größten österr. Gasfundes startet : Erdgas aus Wittau stärkt Energieversorgung

Start der Erdgas-Förderung in Wittau/ Niederösterreich mit OMV-CEO Alfred Stern, Bundeskanzler Christian Stocker, NÖ-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und OMV-Vorstand Berislav Gaso.

Offizieller Start der Erdgas-Förderung in Wittau/ Niederösterreich (v. l.): OMV-CEO Alfred Stern, Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker, NÖ-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und OMV-Vorstand Berislav Gaso.

- © NLK/ Gerhard Pfeffer

Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker, Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer, NÖ-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und OMV-CEO Alfred Stern sorgten am 18.05.2026 für den offiziellen Start der Erdgasproduktion in Wittau/ Bezirk Gänserndorf/ Niederösterreich. Die OMV bringt damit drei Jahre nach der Entdeckung und einer Investition von 150 Mo. Euro (70 Mio. für Bohrungen; 80 Mio. für Infrastruktur + Anlagen) den größten österreichischen Gasfund seit vier Jahrzehnten in Produktion.

Für mehr Resilienz und Unabhängigkeit

Christian Stocker, Bundeskanzler der Republik Österreich: „Der heutige Produktionsstart in Wittau ist mehr als die Erschließung eines neuen Gasfeldes. Es ist der größte Gasfund in Österreich seit mehreren Jahrzehnten und ein Projekt von strategischer Bedeutung für die Versorgungssicherheit unseres Landes. Bei vollständigem Ausbau kann die OMV die Gasproduktion verdoppeln und damit einen Beitrag dazu leisten, Österreich widerstandsfähiger, unabhängiger und krisenfester zu machen. Gerade die aktuellen geopolitischen Verwerfungen führen sehr deutlich vor Augen, wie wichtig es ist, die eigenen Potenziale klug zu nutzen und in moderne Infrastruktur am Standort zu investieren. Der Produktionsstandort Wittau zeigt, dass Versorgungssicherheit dort entsteht, wo langfristig gedacht und konsequent investiert wird.
NÖ-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Energiepolitik braucht nicht Ideologie und Wunschdenken, sondern Realitätssinn und Hausverstand. Der heutige Produktionsstart ist ein wichtiger Schritt für Niederösterreich und für Österreich. Mehr heimische Energie bedeutet größere Unabhängigkeit“. Darum werde in Niederösterreich auch sehr viel in erneuerbare Energie investiert, denn auch in diesem Bereich sei man Vorreiter.
Es sei „ein historischer Tag, weil wir damit die Eigenversorgung mit Gas in Österreich verdoppeln“, sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer. Angesichts der geopolitischen Verwerfungen seien die Zeiten schwierig: „Aber wir haben den Anspruch, stärker aus der Krise herauszukommen.“ Mit der Industriestrategie wolle man wieder zu den Top 10 Industrienationen der Welt aufsteigen, betonte er.
Alfred Stern, OMV Vorstandsvorsitzender und CEO: „In Wittau bringt OMV den größten Gasfund der letzten 40 Jahre in Österreich erfolgreich in Produktion. In gewohnter Manier liefert OMV auch bei diesem strategisch wichtigen Vorhaben verlässlich. Das Projekt stärkt unsere Gas-Diversifizierungsstrategie, indem heimisches Erdgas unser Portfolio gezielt ergänzt. Gleichzeitig ist Gas für uns ein zentraler Energieträger der Transformation – es sichert heute die Energieversorgung und ermöglicht gleichzeitig den Übergang in ein sauberes und erneuerbares Energiesystem.

Die Dimensionen der Gasfundstätte Wittau

In der ersten Phase des Erdgas-Projekts in Wittau werden von der OMV 11 Terawattstunden (rund 1 Mrd. Normkubikmeter) erschlossen, dies entspricht einer Wärmeversorgung von etwa 100.000 Haushalten über 10 Jahre
Mit Produktionsstart 2026 können wir bereits im Winter 2026/27 zur Gasversorgungssicherheit in Österreich beitragen,“ so Berislav Gaso, OMV-Vorstand für den Geschäftsbereich Energie.
Die heimische Gas-Förderung schafft auch lokale Wertschöpfung, sichert qualifizierte Arbeitsplätze und stärkt die technologische Kompetenz der OMV. Abgesehen davon betreibt die OMV im Bezirk Gänserndorf (wo auch Wittau liegt) auch ein Labor, das als technologisches Center of Excellence innerhalb des Konzerns weltweit agiert.
Mit potenziell 48 Terawattstunden (rund 4,2 Mrd. Normkubikmetern) förderbaren Ressourcen wird die Erdgasförderung in Österreich langfristig verlängert und gesichert. Die OMV sieht für den weiteren Ausbau der Gasförderung in der Region ein Investitionspotenzial von rund 500 Mio. Euro, dessen Realisierung aber an zukünftige Entscheidungen und Marktbedingungen geknüpft ist.

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Gastrocknungsanlage der OMV in Wittau, Niederösterreich
Das Projekt in Wittau (hier die Gastrocknungsanlage) wird bei vollem Ausbau die Erdgasproduktion der OMV AG in Österreich verdoppeln. - © OMV Aktiengesellschaft