Energytalk bot Blick in die Zukunft von Architektur und Bauwesen : Bauen von morgen

Aula der Alten Universität in der steirischen Hauptstadt Graz

Die beeindruckende Aula der Alten Universität Graz bot den Rahmen für den Herbst-energytalk.

- © Verena Pöschl

Mit dem Herbst-energytalk am 8. Oktober 2025 fand die dritte Ausgabe der Veranstaltungsreihe energytalk im heurigen Jahr statt. Diesmal stand die Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Bauen von morgen – über openBIM und neue Planungsansätze“. In der Aula der Alten Universität Graz erhielten die Gäste exklusive Impulse von zwei hochkarätigen Vortragenden: Robert Charuza von IKEA Österreich und Stararchitekt Lars Krückeberg aus Berlin.
Digitalisierung und KI sind längst Teil der Planungsrealität – und bringen neue Chancen, aber auch neue Komplexität in unsere Branche. Gerade im Zusammenspiel von Technologie und Nachhaltigkeit liegt großes Potenzial, das es klug zu nutzen gilt. Der energytalk bietet den idealen Rahmen, um solche Entwicklungen aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten“, so die Veranstalter Johannes Huber-Grabenwarter (Odörfer Haustechnik KG) und Robert Pichler (Gründungsmitglied energytalk).

Digitalisierung in der Praxis: Immobilienentwicklung bei IKEA

Robert Charuza von IKEA Österreich und Projektleiter, u. a. des IKEA Wien Westbahnhof, zeigte praxisnah, wie Bestandsgebäude mit digitalen Tools effizienter erfasst, analysiert und weiterentwickelt werden. Von 3D-Scans und digitalen Zwillingen über offene Standards wie openBIM bis hin zu unternehmensweiten Guidelines – IKEA setzt dabei auf ein datenbasiertes, nachhaltiges Immobilienmanagement.
Digitalisierung verändert unseren Umgang mit Immobilien grundlegend. Wenn wir physische und digitale Datenquellen intelligent verbinden, schaffen wir die Basis für bessere Entscheidungen – nicht nur im Bau, sondern in Planung, Betrieb und Nachnutzung“, betonte Robert Charuza.

Architektur von morgen: Denken in energetischen Lebensräumen

Architekt Lars Krückeberg, Mitgründer des international tätigen Architekturbüros GRAFT (Berlin), entwarf in seinem Vortrag ein visionäres Bild davon, wie sich Städte unter dem Einfluss von Energiefragen, Materialkreisläufen und digitaler Mobilität weiterentwickeln müssen. Seine These: Nur durch neue Typologien, vernetztes Denken und das bewusste Zusammenspiel von Technologie, Ressourcenschonung und Gestaltung lassen sich lebenswerte Räume für kommende Generationen schaffen.
Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie heute zu gestalten. Die Architektur von morgen denkt nicht mehr in Einzelgebäuden, sondern in urbanen Energiesystemen – vernetzt, kreislauffähig und offen für Transformation“, so Lars Krückeberg beim energytalk 2025 in Graz. 
Die Termine für die energytalks 2026 werden zeitnah auf der Veranstaltungs-Webseite sowie auf Social Media bekannt gegeben.

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Johannes Huber-Grabenwarter, Robert Charuza, Sandra Suppan, Lars Krückeberg, Robert Pichler, von links nach rechts
Veranstalter und Vortragende des Herbst-energytalks (v. l.): Johannes Huber-Grabenwarter (Veranstalter), Robert Charuza (IKEA Österreich), Sandra Suppan (Moderation), Lars Krückeberg (GRAFT), Robert Pichler (Veranstalter). - © Verena Pöschl