Initiative zur Transformation des Wärme- und Kältesektors : Allianz WärmeZukunft für Österreich gestartet
Der Vorstand der Forschungsinitiative Green Energy Lab und die Geschäftsführung von AEE Intec präsentieren ihre neue Partnerschaft im Rahmen der Allianz WärmeZukunft.
- © Allianz WärmeZukunft / Stephanie WeinhappelDie Allianz WärmeZukunft ist Österreichs neues Innovationslabor, für die nachhaltige Transformation des Wärme- und Kältesektors. Dieses wird gemeinsam von der Forschungsinitiative Green Energy Lab und AEE – Institut für Nachhaltige Technologien (AEE Intec) getragen. Die Allianz WärmeZukunft ist eine Initiative des Klima- und Energiefonds und wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) gefördert sowie vom Land Steiermark unterstützt.
Green Energy Lab und AEE Intec bilden mit ihrer jeweils umfassenden Expertise in der Entwicklung innovativer Lösungen für ein nachhaltiges Energiesystem sowie deren langjährige Positionierung in der Energiebranche das starke Fundament der Initiative. Als Allianz WärmeZukunft wird das für acht Jahre anberaumte Innovationslabor umfassende Aktivitäten in der Transformation des Wärme- und Kältesektors setzen – gezielt, rasch und in Kooperation mit einem großen Partnernetzwerk.
Hintergrund und Motivation
Zu tun gibt es in Österreich genug, denn mit aktuell noch über 60 % fossilem Versorgungsanteil bildet der Wärme- und Kältesektor einen zentralen Hebel für mehr Energiesouveränität – also einer gesicherten Versorgung mit langfristig kalkulier- und leistbarer Energie aus Österreich.
Eine nachhaltige Wärmeversorgung ist ein Schlüsselfaktor für das Gelingen der gesamten Energiewende. Neben der Transformation des Wärmesektors wird sich das Innovationslabor auch dem Thema Kühlung widmen. Angesichts steigender Temperaturen wird nämlich die nachhaltige Klimatisierung von Gebäuden und Quartieren immer wichtiger.
Derzeit fließen noch enorme Wertschöpfungsanteile ins Ausland ab und fehlen für den Aufbau von zukunftsfähigen Strukturen im Inland. Mit gezielten Innovationen im Bereich Energieeffizienz und der Integration regionaler Erneuerbarer gilt es den Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken, Technologien „Made in Austria“ zu unterstützen, Energiearmut entgegenzuwirken und die Reduktion von CO2-Emissionen zu forcieren. Der Wärme- und Kältesektor wird durch das Innovationslabor auf vielen verschiedenen Ebenen adressiert. Egal, ob in einzelnen Neubau- oder Bestandsgebäuden, in Quartieren, Gemeinden und Städten oder in Industrie und Gewerbe – der Fokus ist immer auf das Anstoßen von technologischen, systemischen, ökonomischen und sozialen Innovationen gerichtet. Unterstützt durch viele Partnerschaften und den inkludierenden Ansatz der Allianz WärmeZukunft, sollen viele Projekte initiiert und sowohl die Geschwindigkeit als auch die Effizienz in der Transformation des Wärme- und Kältesektors erhöht werden.
Stellungnahmen der Beteiligten
Wir freuen uns, dass wir als Forschungsinitiative die Zukunft der Wärmeversorgung in Österreich maßgeblich gestalten dürfen“, sagt Andrea Edelmann, Obfrau und Vorstandssprecherin der Forschungsinitiative Green Energy Lab. „Der Umbau unseres Wärmesystems ist ein zentraler Faktor für das Erreichen einer erneuerbaren Energiezukunft.“
Christian Fink, Geschäftsführer von AEE Intec und wissenschaftlicher Leiter der Allianz WärmeZukunft, sieht in der Initiative eine große Chance mit internationaler Strahlkraft: „Das langfristig angelegte Labor Allianz WärmeZukunft unterstützt die ganzheitliche Transformation des komplexen Wärme- und Kältesektors. Mit gezielten Innovationen, konkreten Projekten und einem starken Partnernetzwerk beschleunigt es den Ausstieg aus fossilen Energieimporten und stärkt den heimischen Wirtschaftsstandort.“
Breites Partnernetzwerk
Die Allianz WärmeZukunft vereint aktuell bereits zahlreiche Akteure (m/w/d) aus Wissenschaft und Forschung, Partner-Initiativen und Stakeholdern aus ganz Österreich unter einem Dach. Darunter finden sich renommierte Universitäten und Forschungseinrichtungen, wie etwa das Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen, future.lab der TU Wien, FH Salzburg, Institute of Building Research & Innovation, e7, Universität Innsbruck, Austrian Institute of Technology, Montanuniversität Leoben, B.A.U.M Consult, BauKarussell, Energieinstitut der JKU und Forschung Burgenland.
Durch den offenen und inklusiven Innovationsansatz soll dieses Netzwerk entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Energieversorgern und Netzbetreibern über Kommunen und Wohnbauträger bis hin zu Industrie, Gewerbe, Technologieanbietern und relevanten Behörden – in den nächsten Jahren deutlich ausgebaut werden und so zur wesentlichen Säule der Transformation des Wärme- und Kältesektors werden.