BMWET/ Umweltförderung für Betriebe : Neue Energieeffizienz-Ausschreibung startet
Bei der neuen Energieeffizienz-Ausschreibung werden Investitionen in bestehenden gewerblichen und industriellen Anlagen (mit einer Investitionssumme ab 1 Mio. Euro) gefördert.
- © HLK/ E. Herrmann„Die günstigste Energie ist jene, die gar nicht erst verbraucht wird. Genau dort setzen wir an: Wir helfen Betrieben dabei, Energie zu sparen, Kosten zu senken und wettbewerbsfähiger zu werden“, sagt Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner vom Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET), zur neuen Energieeffizienz-Ausschreibung in Betrieben, die mit 1. Juli 2026 startet.
Mit der neuen Ausschreibung setzt man im Inland einen weiteren Schwerpunkt auf Investitionen, die Energieverbrauch und Emissionen reduzieren, Betriebskosten senken und Wertschöpfung in Österreich sichern.
Gefördert werden Investitionen in bestehenden gewerblichen und industriellen Anlagen mit einer Investitionssumme ab 1 Mio. Euro, die mindestens 1 GWh Energie pro Jahr einsparen. Die Einsparung muss spätestens bis 31. Dezember 2029 wirksam werden. Anträge können von 1. Juli 2026 bis 12. Oktober 2026 ausschließlich online bei der Umweltförderung eingereicht werden.
Die Fördermittel werden im Wettbewerb vergeben. Entscheidend ist, mit welchem Projekt bei möglichst geringem Förderbedarf möglichst viel Energie eingespart wird. Die Förderung beträgt maximal 180 Euro pro eingesparter MWh, höchstens 50 % der förderungsfähigen Kosten und maximal 2,5 Mio. Euro pro Projekt.
Wie Umweltförderung wirkt/ Beispiel
Die Umweltförderung im Inland zeigt Wirkung: Zuletzt wurden 441 Umweltprojekte wurden mit einem Investitionsvolumen von rund 137,2 Mio. Euro und einem Förderungsbarwert von rund 28 Mio. Euro genehmigt. Damit können jährlich rund 13.800 Tonnen CO₂ vermieden und rund 56 GWh Energie eingespart werden. Im Energieeffizienz-Programm wurden 150 Projekte unterstützt. Zusätzlich wurden fünf Projekte aus der ersten Energieeffizienz-Ausschreibung Jänner 2026 mit einem Investitionsvolumen von rund 31,4 Mio. Euro und einem Förderungsbarwert von rund 3,7 Mio. Euro genehmigt. Allein diese fünf Vorhaben bringen eine jährliche Energieeinsparung von rund 28,4 GWh.
Ein Beispiel für die Wirkung solcher Investitionen ist ein Projekt der Zellstoff Pöls AG am Standort Pöls in der Steiermark. Das Unternehmen plant, die bestehende Branntkalk-Kühlung durch eine effizientere Technologie zu ersetzen. Im Produktionsprozess wird Branntkalk in einem Kalkbrennofen erzeugt. Die im Branntkalk enthaltene Wärme konnte bisher nur eingeschränkt zurückgewonnen werden. Durch einen neuen statischen Kühler soll die Wärmerückgewinnung deutlich verbessert werden. Die entzogene Energie kann künftig effizienter wieder im Prozess genutzt werden. Dadurch können jährlich rund 10.000 MWh Endenergie eingespart und rund 2.000 Tonnen CO₂ vermieden werden. Am Standort werden Zellstoff sowie Spezial- und Verpackungspapiere hergestellt.
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