Kesseltausch

Aus für neue Ölheizungen bei größeren Sanierungen in Wien

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Einen großen Erfolg konnte die Umweltorganisation Global 2000 vergangenen Donnerstag für sich verzeichnen: Der Vorschlag, die Errichtung neuer Ölkessel auch bei Bestandsgebäuden nicht länger zu tolerieren, wurde in die neue Wiener Bauordnung aufgenommen. „Wien setzt damit ein starkes Zeichen für den Klimaschutz“, so sich Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von Global 2000, und weiter. „Mit der neuen Wiener Bauordnung wird ein Anlauf genommen, fossile Energie zurückzudrängen und erneuerbaren Energien zum Durchbruch zu verhelfen. Eine vergleichbare Regelung, die die Installation neuer Heizölkessel einschränkt, ist bisher noch in keinem anderen Bundesland etabliert.“

In Wien gibt es 30.000 Ölheizungen, die meist veraltet sind und durch klimafreundlichere und effizientere Geräte ersetzt werden sollten. Bei größeren Sanierungen, die mindestens 25 Prozent der Gebäudehülle betreffen, sind neue Ölheizungen zukünftig nicht mehr erlaubt. Das soll sich auf für die Bewohner lohnen: Nach dem erst vor wenigen Wochen vorgestellten Heizkostenvergleich der Energieagentur ist eine neue Ölheizung auch für Konsumenten in jedem Fall die teuerste Variante, egal ob sie im Neubau, einem unsanierten oder einem sanierten Gebäude verwendet wird.

Nächster Schritt: thermisch-energetische Sanierung

„Die neue Regelung hilft, die Konsumenten vor der Ölpreisfalle zu schützen. Noch immer gibt es die Initiative Heizen mit Öl, die der Bevölkerung einredet, eine neue Ölheizung sei gut für den Klimaschutz und das Geldbörsel. Gegen diese Irreführung muss die Politik auch in den anderen Bundesländern nun entschlossener auftreten“, fordert Wahlmüller. Im nächsten Schritt will die Umweltorganisation eine neue Sanierungsoffensive für Wien vorbereiten.