Einige Brennstoffe in Biomasse-Heizkesseln können mit der neuen Ökodesign-Richtlinie der EU nicht mehr genutzt werden. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP in München hat deshalb nun vorhandene Verbrennungstechnologien weiterentwickelt.
Mit Heizkesseln mit einer integrierten Abgasreinigung sollen die Feinstaubemissionen, gegenüber den derzeit marktüblichen Holz-Heizkesseln, um bis zu 91 Prozent verringert werden. Die Abgasreinigung im Fraunhof-Konzept besteht aus Zyklonbrennkammern und nutzt eine Einbautechnik in Form von Füllkörpern aus Keramik oder Metall. Das Verfahren führt zu einer stabilen und vollständigen Verbrennung, ganz unabhängig vom Brennstoff.
Gemeinsam mit dem Holzkessel-Hersteller HDG Bavaria wurde ein Prototyp entwickelt, um die Wirkung der Abgasreinigung zu testen. Über 16 Monate lang wurden 32 Tonnen Scheitholz und vier Tonnen Hackschnitzel verbrannt. Dabei haben sich die Laborwerte auch in der Praxis bestätigt. Die Emissionsanforderungen der künftigen Ökodesign-Richtlinie konnte mit der Verbrennungstechnologie eingehalten werden. Die integrierte Abgasreinigung hat außerdem den Vorteil, dass keine aufwändigen und kostspieligen Sekundärmaßnahmen getroffen werden müssen.
Herkömmliche biomassebetriebene Heizkessel stellen eine nicht zu vernachlässigende Schadstoffquelle dar. Neben Feinstoff werden auch Schadstoffe wie Kohlenstoffmonoxid ausgestoßen.