Fachvereinigung Mineralwolleindustrie

Worauf man beim Einsatz vom Mineralwolle als Dämmstoff achten muss

Die Fachvereinigung Mineralwolleindustrie (FMI) rät beim Einsatz von Dämmstoff aus Mineralwolle unbedingt darauf zu achten, dass dieser ein RAL-Gütezeichen oder das EUCEB-Markenzeichen trägt. Das bietet Rechtssicherheit und vermeidet wettbewerbsrechtliche Konsequenzen.

Udo Klamminger, FMI-Vorstandsvorsitzender: "Es ist nicht einzusehen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einer unnötigen Gefahr ausgesetzt werden, weil Billiganbieter nicht auf die Einhaltung von notwendeigen Standards achten.“

In Wohngebäuden unterschiedlichster Art kommen – das haben Überprüfungen gezeigt – häufig „nicht-freigezeichnete“ Mineralwolleprodukte zum Einsatz. Die Gefahr dahinter ist groß, wie Udo Klamminger, der Vorstandsvorsitzende der FMI, erklärt: „Wenn diese Kennzeichnung fehlt, müssen die Baustoffe mit hoher Wahrscheinlichkeit als Arbeitsstoff mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potenzial angesehen werden!“ Die vier Mineralwolleproduzenten, die gemeinsam die FMI bilden, habe es sich daher zur Aufgabe gemacht, auf diese Gefahren hinzuweisen. „Qualitätsvolle Mineralwolle ist ein sicherer und gesundheitlich unbedenklicher Dämmstoff, der sich über Jahrzehnte bewährt hat. Es ist nicht einzusehen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einer unnötigen Gefahr ausgesetzt werden, weil Billiganbieter nicht auf die Einhaltung von notwendeigen Standards achten“, sagt Klamminger.

Klare Regelung durch das Substitutionsgebot

Der Einsatz von derartigen Produkten ist aufgrund von arbeitnehmerschutzrechtlichen Bestimmungen rechtlich nicht erlaubt. Das nach Ansicht des Zentral-Arbeitsinspektorats bestehende Substitutionsgebot untermauert die Forderung der FMI. Demnach dürfen nicht-freigezeichnete Mineralwolleprodukte ohne RAL-Gütezeichen oder EUCEB-Markenzeichen in Österreich nicht eingebaut oder wiederverwendet werden, da freigezeichnete Produkte uneingeschränkt zur Verfügung stehen und daher kein unverhältnismäßiger Aufwand mit ihrem Einsatz verbunden ist. 

Nicht-freigezeichnete Produkte bringen mehr Aufwand

Laut Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend bestehen darüber hinaus bei nicht-freigezeichneten Mineralwolleprodukten etliche zusätzliche Verpflichtungen. „Darunter fallen beispielsweise die Kennzeichnung der Behälter und Lagerräume oder auch das notwendige Verzeichnis der exponierten Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, das laut ArbeitnehmerInnenschutzgesetz bei krebserzeugenden Produkten unbedingt zu führen ist“, so Klamminger. Diese und weitere Maßnahmen, wie etwa laufende Messungen etc., lassen sich bei der Verwendung freigezeichneter Baustoffe vermeiden.

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Unnötige Risiken

Die FMI wünscht sich auch, dass die Arbeitsinspektorate ein wachsames Auge haben. Und Klamminger hat auch noch eine Botschaft an Bauherren und Unternehmen: „All jene, die nicht-freigezeichnete Produkte einsetzen, setzen in erster Linie die Arbeitenden, aber auch sich selbst unnötigen Risiken aus. Diese betreffen zum einen die Gesundheit der Menschen auf der Baustelle, haben aber auch einen monetären Aspekt!“ Denn wenn tatsächlich jemand zu Schaden kommt, steht der Bauherr in der Haftung und ist gegebenenfalls auch mit Schadenersatzklagen konfrontiert.

Über die Fachvereinigung Mineralwolleindustrie (FMI)

Die Arbeitsgemeinschaft Fachvereinigung Mineralwolleindustrie (FMI) wurde 2006 von den Fachverbänden der Stein- und keramischen Industrie, der Glasindustrie und dem Bundesgremium des Holz- und Baustoffhandels gegründet. Ziel und Zweck der Fachvereinigung Mineralwolleindustrie (FMI) ist es, die allgemeinen, ideellen und wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder wahrzunehmen und die gemeinsame Weiterentwicklung der technischen und wirtschaftlichen Grundlagen für den ökologischen und ökonomischen Einsatz von Mineralwolleprodukten und -systemen zu fördern. Auch die Förderung des Einsatzes geprüfter Produkte und bewährter Systeme im Neu- und Altbaubereich/Sanierung, besonders unter dem Gesichtspunkt der Energieeffizienz durch die Paris-Ziele, steht im Vordergrund des Engagements der FMI. Mitglieder der Fachvereinigung Mineralwolleindustrie (FMI) sind die in Österreich agierenden Unternehmen Knauf Insulation GmbH, Rockwool Handelsgesellschaft m.b.H., Saint-Gobain Isover Austria GmbH und Ursa Dämmsysteme Austria GmbH, welche Mineralwolle für den öffentlichen und privaten Hochbau und sonstige Zwecke herstellen und/oder vertreiben. Die Geschäftsführung der Fachvereinigung Mineralwolleindustrie (FMI) wird vom Fachverband der Stein- und keramischen Industrie übernommen.