BERNHARD FISCHER IM INTERVIEW

Wie man die Betriebskosten bestehender Lüftungs- und Klima-Anlagen senkt

Sie möchten die Betriebskosten ihrer Lüftungs- oder Klima-Anlage senken? Dann lesen Sie weiter. Ing. Bernhard Fischer, Geschäftsführer von ebm-papst in Österreich, erläutert im Gespräch, wie man bestehenden Anlagen ein neues, energieeffizientes Leben einhauchen kann.

Klimatechnik

Ing. Bernhard Fischer,

Geschäftsführer von ebm-papst in Österreich:

„Mit unseren FanGrid-Lösungen kann man die

Betriebskosten alter Lüftungs- und Klima-Anlagen

bedeutend senken“.

Bild: HLK/Herrmann

Die im Markt etablierte Radialventilator-Baureihe RadiPac Generation II von ebm-papst erhielten weiteren Zuwachs. Sie stellen auch die ideale Lösung für FanGrid Lösungen (ein System aus parallel arbeitenden radialen Ventilatoren) dar, mit denen man alte Lüftungs- und Klimaanlagen nachrüsten kann, wie Ing. Bernhard Fischer im Interview mit HLK-CR Eberhard Herrmann erklärt.

Ist das Thema Energiesparen nachwievor im Fokus ihrer Kunden oder ist hier das Interesse abgeflacht?

Fischer: Das Interesse an energieeffizienten Techniken hat eindeutig zugenommen. Denn jedem elektrischen Leistungsträger wird mittlerweile penibel genau Aufmerksamkeit geschenkt. Aufgrund der Anforderungen unserer Kunden fokussieren wir uns auch daher noch mehr auf Techniken zum Energiesparen. Aus diesem Grund geht man jetzt z. B. im Bereich größerer Ventilatorleistungen den Weg hin zu kleineren Einheiten. Das heißt, nicht ein großer Ventilator sorgt für die gewünschte Luftleistung sondern mehrere kleine Ventilatoren erledigen das. Das sieht man bei unserem FanGrid Modell hier auf der ISH sehr gut.

FanGrid-Lösung, die ebm-papst auf der

ISH 2017 zeigte – eine interessante Möglichkeit,

um alte Lüftungs- und Klimaanlagen energieeffizienter

machen zu können.

Bild: HLK/Herrmann

Der überwiegende Teil der Anlagen ist bereits gebaut und schon länger in Betrieb – bietet ebm-papst dafür energieeffiziente Retrofit-Lösungen?

Fischer: Natürlich. Unser jüngstes Beispiel, wie man ältere Anlagen umrüsten kann, um danach viel weniger Energie zu benötigen, ist FanGrid. Hier auf der ISH zeigen wir das auch im Modell 1:1, das um die 40.000 Kubikmeter Luftleistung pro Stunde leisten kann.

Der Hintergrund dieser Lösung: Früher hatte man einen Riemen, einen Motor und einen großen Ventilator. Bei FanGrid sorgt aber nicht ein Ventilator für die benötigte Luftleistung, sondern es sind zwei oder mehrere kleinere Ventilatoren (á z. B. 10.000 m³/h) mit wesentlich kleinerer elektrischen Leistungsaufnahme. Das hat gleich einige Vorteile:

► Sollte weniger oder mehr Leistung nötig sein, kann die Drehzahl der FanGrid Ventilatoren stufenlos an den geforderten Betriebspunkt angepasst werden.

► Diese Konfiguration überzeugt durch deren Redundanz: Sollte ein Ventilator gewartet werden müssen oder kurzfristig ausfallen, kann man die Anlage trotzdem weiterbetrieben. Bei einem einzigen Ventilator ist das nicht möglich.

► Die Anlage kann auf 70 oder 80 Prozent des Betriebspunktes ausgelegt werden.

► Geräuschtechnisch ist man mit der neuen Fan-Grid-Variante besser unterwegs

► Es ist eine sehr kompakte und platzsparende Bauweise möglich.

FanGrid ist also eine tolle Lösung, um alten Lüftungs- und Klimaanlagen ein energieeffizientes, neues Leben einzuhauchen und damit die Betriebskosten zu senken. Mit unserem Auslegungsprogramm kann man die für das jeweilige Projekt optimale Lösung finden.

Die RadiPac-Ventilatoren mit Durchmesser 250 bis 560, die für die FanGrid Lösung ideal sind, können wir schon seit einigen Monaten liefern; die neuen Radipac-Varianten Generation II in den Baugröße 630 bis 1.000 sind nach der ISH lieferbar.

Auf der Energiesparmesse bot

Ing. Bernhard Fischer seinen Kunden auch einen

Ausblick auf kommende Antriebslösungen (Transportschnecken)

im Biomassebereich.

Bild: HLK/Herrmann