VDMA Armaturen

Wassergebrauch in Deutschland geht weiter zurück

Der Wassergebrauch der Bundesbürger hat einen neuen Tiefststand erreicht. Laut aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes haben die öffentlichen Wasserversorger im Jahr 2010 insgesamt 3,6 Milliarden Liter an Haushalte und Kleingewerbe abgegeben.

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Diese 3,6 Milliarden Liter entsprechen einer durchschnittlichen Abgabe von 121 Litern je Einwohner und Tag – ein Liter weniger als 2007. "Wasser sparen liegt damit zwar weiter im Trend und wird durch innovative deutsche Sanitärtechnik auch grundsätzlich gefördert. Es ist jedoch nicht immer uneingeschränkt sinnvoll", erklärt Wolfgang Burchard, Geschäftsführer des VDMA Fachverbandes Armaturen. "Denn es gibt in unserer Region schlichtweg keinen Grund, Wasser zu sparen. 83 Prozent des in Deutschland zur Verfügung stehenden Wassers bleiben ungenutzt."

Wassergebrauch in Deutschland geht weiter zurück – VDMA Armaturen begrüßt effizienten Umgang mit Wasser, warnt jedoch vor uneingeschränktem Einsparungen © VDMA
Wassergebrauch in Deutschland geht weiter zurück – VDMA Armaturen begrüßt effizienten Umgang mit Wasser, warnt jedoch vor uneingeschränktem Einsparungen

Mittlerweile warnt selbst das Umweltbundesamt vor "blindem Aktionismus" beim Wassersparen. Auch die Wasserversorger schlagen Alarm, denn in zu großen Leitungsnetzen fließt mittlerweile zu wenig Wasser. So müssen selbst Abwasserleitungen regelmäßig mit Trinkwasser gespült werden, damit die große Gefahr durch Verkeimung im stehenden Wasser vermieden wird.

"Selbstverständlich begrüßen wir einen effizienten Umgang mit unserer wichtigsten Ressource", so Burchard. "Schließlich ist Trinkwasser ein hochwertiges Produkt, ein bewusster Umgang sollte selbstverständlich sein. Ebenso klar sollte jedoch auch sein, dass übertriebene Einsparungen zu Problemen führen, die es zu vermeiden gilt."